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Interkristalline Korrosion in der Öl- und Gasförderung Drucken

Im Zuge der zunehmenden Verknappung fossiler Brennstoffe steigen die Werkstoffanforderungen in der Öl- und Gasindustrie. „Corrosion Resistant Alloys“, so genannte CRAs, sind in der Lage, die sich durch steigenden Druck und Temperatur sowie hohen Gehalt korrosiver Medien in den Lagerstätten (CO2, H2S, Salz) ergebenden Materialanforderungen zu erfüllen. Bei den CRAs handelt es sich vorwiegend um hochlegierte, austenitische Werkstoffe. Der Einsatz solcher Legierungen ist vor allem durch ihren hohen Preis limitiert. Einen Ansatz zur Lösung dieser Problematik bieten walzplattierte Bleche. Beim Walzplattieren wird eine metallurgische Verbindung zwischen einem günstigen Grundwerkstoff (als Träger der mechanischen Eigenschaften) und einem teuren, korrosionsbeständigen Auflagewerkstoff hergestellt.

Eine vielversprechende Möglichkeit zur wirtschaftlichen Herstellung solcher Verbundmaterialien stellt ein thermomechanischer Walzprozess dar. Zur Festlegung geeigneter Prozessfenster für den thermomechanischen Walzprozess werden verschiedene Ofenglühungen sowie verschiedene Walzparameter im Labor der voestalpine Grobblech durchgeführt und danach die Korrosionsbeständigkeit mit verschiedenen Prüfverfahren (Auslagerungstest sowie elektrochemische Verfahren) ermittelt.

 
Forschungsschwerpunkte:
  • Untersuchung der Werkstoffe 316L, 904L, 926L, 825L und 625L bezüglich ihrer Beständigkeit gegen interkristalline Korrosion
  • Ermittlung geeigneter Prozessfenster für den thermomechanischen Walzprozess

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Manuel Prohaska