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Gegen den Stillstand: Gemeinsamer „Denkzettel“ für die Bundesregierung von den steirischen Rektoren Drucken
Universitätsvollversammlungen an allen öffentlichen Universitäten Österreichs
am 19. Oktober.
Ein ausreichend dotiertes Budget und geordnete Zugangsregelungen –
darauf pochten die Rektoren der österreichischen Universitäten am 1.
Oktober 2010 auf vier zeitlich abgestimmten Pressekonferenzen an den
Hochschulstandorten Wien, Graz, Salzburg und Klagenfurt. Im Grazer
Presseclub meldeten sich die Rektoren Hans Sünkel (TU Graz), Wolfhard
Wegscheider (Montanuni Leoben) und Martin Polaschek (Vizerektor für
Studium und Lehre der Uni Graz) zu Wort und fanden klare Worte Richtung
Bundesregierung.

„In wesentlichen Fragen der Universitätsfinanzierung und des -zugangs
hat sich gegenüber dem Vorjahr wenig bis nichts geändert“, betonen die
steirischen Rektoren unisono. Die permanente Unterfinanzierung der
Universitäten bei gleichzeitig weitgehend freiem Hochschulzugang und der
Befreiung von Studienbeiträgen stünden nach wie vor in krassem
Widerspruch zur Forderung nach Spitzenleistung und internationaler
Wettbewerbsfähigkeit: Es werde von den Universitäten unter prekären
finanziellen Umständen erwartet, gleichzeitig Elitehochschulen und
offenes Scheunentor für alle zu sein.

Verantwortung für zukünftige Generationen

Bildung und Wissenschaft sicherten die Zukunft des Landes und
insbesondere der Jugend, es brauche daher dringend eine Strategie für
Wissenschaft und Forschung und ein entsprechendes finanzielles
Bekenntnis. „Wir übernehmen Verantwortung für den österreichischen
Nachwuchs und sichern damit die Zukunft dieses Landes – und wir wollen
diese Leistungen auch entsprechend honoriert sehen“, kritisieren die
Rektoren und fordern „maximalen Stellenwert“ für Bildung und Forschung.

Keine Weltklasse zum Nulltarif

Die Rektoren wollen daher die Regierung in die Pflicht nehmen und
kritisieren: „Der Staat lässt uns im Regen stehen, parteipolitische
Blockaden behindern dringend notwendige Lösungen.“ Aus Protest gegen
die politische Untätigkeit der Regierung finden am 19. Oktober
Universitätsvollversammlungen an allen Standorten der heimischen
Universitäten statt. Informiert werden soll dabei über die drohenden
Konsequenzen des angekündigten Sparkurses der Regierung.

Weitere Informationen:
Erhard Skupa
Tel.: +43 3842 402 7220
Mobil: +43 660 14 323 14
E-Mail: erhard.skupa@unileoben.ac.at

"Rektoren mit den leeren Taschen" v.l.n.r. Uni-Graz Vizerektor Martin Polaschek sowie
die Rektoren Hans Sünkel (TU Graz) und Wolfhard Wegscheider (Montanuni Leoben)