14.10.2010

13. Internationale Metallographie-Tagung mit Rekordbeteiligung

340 Teilnehmer aus zehn Ländern waren bei der 13. Internationalen Metallographie-Tagung von 29. September bis 1. Oktober an der Montanuniversität Leoben zu Gast. Die vom Department Metallkunde und Werkstoffprüfung veranstaltete Konferenz bot ein anspruchsvolles Vortragsprogramm mit vier Plenar- und 67 Kurzvorträgen auf den Gebieten Gefüge-Charakterisierung, Quantitative Bildanalyse, Gefüge und Werkstoffeigenschaften, Keramische und Verbundwerkstoffe, TiAl-Werkstoffe sowie Schadensanalyse. Ergänzt wurde die erfolgreiche Tagung durch eine umfangreiche Ausstellung neuester metallographischer Geräte und Methoden.

Im Rahmen der Eröffnung im Erzherzog-Johann-Auditorium konnte Univ.Prof. Dr. Albert Kneissl die Konferenzteilnehmer gleichzeitig zur insgesamt 44. Veranstaltung dieser Art im deutschen Sprachraum begrüßen: Die erste Metallographie-Tagung wurde 1963 von Prof. Dr. Roland Mitsche an der damaligen Montanistischen Hochschule in Leoben durchgeführt. 1966 fanden die nächsten Metallographie-Tagungen sowohl in Berlin als auch in Leoben statt. Es folgten Konferenzen 1968 in Gießen, 1970 wieder in Leoben, 1971 in Aalen und 1973 in Iserlohn. Danach wurde die Tagung jährlich abgehalten und dabei alle vier Jahre in Leoben.

Der Roland-Mitsche-Preis für besondere Verdienste auf dem Gebiet der Metallographie, der seit 1984 alle zwei Jahre vergeben wird, wurde diesmal an Dr. Marianne Kurz, Abteilungsleiterin für Metallographie und Bauteilcharakterisierung der Fa. Mercedes-Benz, Daimler AG in Stuttgart, sowie an Prof. Dr. Pedro Portella, Direktor der Abteilung Werkstofftechnik bei der BAM (Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung) in Berlin, verliehen. Im Rahmen des Gesellschaftsabends im Leobener Congress wurde der Vorsitz des Fachausschusses Materialographie der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM) von Prof. Kneissl an Prof. Dr. Markus Rettenmayr (Prodekan an der Universität Jena) weitergegeben.