29.03.2016

AYPT 2016: Jung-Physiker zu Gast

Bereits zum zwölften Mal findet der Ausscheidungswettbewerb für die Physik-WM, der Schülerwettbewerb „Austrian Young Physicists Tournament (AYPT)“, an der Montanuniversität Leoben statt. Von 31. März bis 2. April werden rund 160 physikbegeisterte Teilnehmer aus der ganzen Welt in Leoben erwartet. Dieser Physik-Weltcup für Schülerinnen und Schüler zählt zu den größten Herausforderungen, denen sich physikinteressierte Jugendliche stellen können.

Rund 160 physikbegeisterte Teilnehmer aus der ganzen Welt werden zur AYPT in Leoben erwartet.

„Physics-Fights“ an der Montanuniversität

Schulteams aus Österreich, Deutschland, Russland, Weißrussland, der Slowakei, dem Iran, Ungarn, Polen und Slowenien nehmen am Ausscheidungswettbewerb in Leoben teil; für einige Nationen, die kein Nationalteam nach Russland schicken, ist dieser Wettbewerb in Leoben quasi die Ersatzweltmeisterschaft.

Die offizielle Eröffnung des AYPT findet am Donnerstag, 31 .März um 18.00 Uhr im Erzherzog-Johann-Auditorium der Montanuniversität statt. Am Freitag, 1. April und Samstag, 2. April finden dann jeweils von 9:00 bis 12:00 Uhr bzw. von 14:00 bis 17:00 Uhr die Wettkämpfe statt.  

Bei diesen sogenannten Physics Fights sind auch Zuschauer herzlich willkommen. „Was unsere Schüler hier leisten, muss man einmal live gesehen haben“, sind die Organisatoren Dr. Gerhard Haas („Neues Gymnasium“ Leoben) und Dr. Georg Hofferek (Team „Forschungsforum junger Physiker“) überzeugt.

Junge Talente für Wirtschaft, Forschung und Industrie

Das grundlegende Ziel des Wettbewerbs ist die Förderung des Interesses von Schülerinnen und Schülern an Fächern wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT-Fächer). „Diese Veranstaltung ist eine wunderbare Gelegenheit, jungen Menschen das Gebiet der Naturwissenschaften näherzubringen“, erläutert der Rektor der Montanuniversität Leoben und Gastgeber Wilfried Eichlseder.  

Auch die Stadtgemeinde Leoben und international agierende Unternehmen wie Infineon unterstützen die Veranstaltung gern. „Talente finden und fördern, Interesse für Wissenschaft und Technologie wecken sowie attraktive Berufschancen aufzeigen – das sind Faktoren, die für ein Hightech-Unternehmen wie Infineon eine wesentliche Rolle für die Zukunft spielen. Daher bringen wir uns stark und frühzeitig in die Ausbildung gerade in den technischen und naturwissenschaftlichen Fächern ein. Initiativen wie die Physik-Weltmeisterschaft, die entsprechende Rahmenbedingungen für die Jugend schafft, unterstützen wir daher gerne. Dies kommt nicht nur uns, sondern auch dem Technologie- und Forschungsstandort Österreich zugute“, betont Dr. Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende von Infineon Austria.  

Eigenständiges Forschen und Experimentieren

In der mehrmonatigen Vorbereitungszeit für den Wettbewerb erleben die Schülerinnen und Schüler Forschung hautnah: In Teams müssen die Jugendlichen für komplexe physikalische Problemstellungen Lösungsansätze erarbeiten, wobei die extrem schwierigen Aufgabenstellungen von den Jugendlichen als willkommene Herausforderung wahrgenommen werden. Dafür investieren die Schüler und auch ihre betreuenden Lehrer einen großen Teil ihrer Freizeit. „Anders als zum Beispiel bei der Physik-Olympiade werden den meisten Lehrern noch immer keine Unterrichtseinheiten für die Vorbereitung auf das AYPT zur Verfügung gestellt“, erklären die Organisatoren Haas und Hofferek.  

In Leoben werden dann die Ergebnisse der Forschungsarbeit präsentiert, und die Verteidigung der Lösungen wird von einer Jury, bestehend aus internationalen Expertinnen und Experten, bewertet.  

Hervorragende Ergebnisse

In den vergangenen Jahren gelang es dem österreichischen Team dreimal, Vizeweltmeister zu werden, zweimal hinter Korea, einmal hinter Singapur. Die besten heimischen Teilnehmer werden Österreich vom 26. Juni bis zum 3. Juli bei der Physik-Weltmeisterschaft in Russland in Ekaterinburg vertreten.

Weitere Informationen:
Dr. Gerhard Haas
Tel.: +43 676 7019116
E-Mail: haas(at)aypt.at