05.10.2016

Globales Kompetenzzentrum der Ressourcenunis

Die Rektoren der Ressourcenuniversitäten für Nachhaltigkeit haben anlässlich ihrer Konferenz, die Ende September in St. Petersburg stattfand und an der über 100 Rektoren aus der ganzen Welt teilnahmen, die Einrichtung und Beantragung eines UNESCO-Kompetenzzentrums für die Ausbildung im Bergbausektor beschlossen. Das Präsidium für die Leitung dieses Vorhabens besteht aus den Rektoren der Bergbauuniversitäten in St. Petersburg, Freiberg und Leoben. Sie werden von weiteren zehn Rektoren aus allen Erdteilen unterstützt.

v.l.: Prof. Klaus-Dieter Barbknecht, Rektor TU Bergakademie Freiberg, Prof. Wladimir Stefanowitsch Litwinenko, Rektor Gorniy Universität in St. Petersburg, Prof. Wilfried Eichlseder, Rektor Montanuniversität Leoben

„In unserem neu etablierten Kompetenzzentrum können wir die universitäre Ausbildung im Rohstoffbereich auf sehr hohem Niveau vorantreiben und weltweite Standards setzen“, erklären die Rektoren der Gorniy Universität in St. Petersburg, Prof. Wladimir Stefanowitsch Litwinenko, Prof. Klaus-Dieter Barbknecht von der TU Bergakademie Freiberg und Prof. Wilfried Eichlseder, Rektor der Montanuniversität Leoben.

Zusammen wollen die Ressourcenuniversitäten die Hochschulausbildung von Ingenieuren im Bereich der Rohstoffförderung, -verarbeitung und -recycling fördern und zu einem einheitlichen Standard führen. „Der Bedarf an Rohstoffen ist im stetigen Steigen begriffen. Wir sind daher aufgefordert, unsere Ressourcen besser auszunützen, durch umweltfreundliche Gewinnung und Verarbeitung, durch optimierten Einsatz im Produkt oder durch Wiederverwendung", erläutert Eichlseder. Um diese neuen Herausforderungen lösen zu können, bedarf es weltweit fachkundiger Nachwuchskräfte. „Mit der Etablierung des Kompetenzzentrums hat das Weltforum der Ressourcenuniversitäten für Nachhaltigkeit einen wichtigen Schritt in diese Richtung getan“, ist der Montanuni-Rektor überzeugt.

„Die Mitwirkung im UNESCO-Kompetenzzentrum positioniert die Montanuniversität im internationalen Spitzenfeld weltweiter Ressourcenuniversitäten“, betont Peter Moser, Vizerektor für Infrastruktur und Internationale Beziehungen der Montanuniversität. „Damit wird auf der einen Seite den Studierenden der Montanuniversität eine hervorragende Möglichkeit zur erweiterten Teilnahme an internationalen Studienprogrammen geboten. Zum anderen wird damit auch der Zuzug erstklassiger internationaler Studierenden nach Leoben weiter vorangetrieben.“

Das Weltforum wurde 2012 von der TU Bergakademie Freiberg und der Bergbau-Universität St. Petersburg gegründet. Zusammen mit anderen Partnern aus der ganzen Welt stellen sie sich den globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. 2016 ermöglicht es bereits zum fünften Mal den internationalen wissenschaftlichen Austausch und die Zusammenarbeit zwischen etablierten Wissenschaftlern und zukünftigen Entscheidungsträgern. Seit seiner Gründung hat das Forum bereits in Trondheim, Norwegen, Leoben, Österreich, Akita, Japan stattgefunden.

Weitere Informationen:

Erhard Skupa
Tel.: +43 3842 402-7220, +43 664 80 898 7220
E-Mail: erhard.skupa(at)unileoben.ac.at