28.09.2006

Kunststoffforschung auf der Überholspur

Der Boom in der Kunststoffindustrie hält weiter an. Alleine für Forschungsaktivitäten der Kunststoffexperten des PCCL fließen in den nächsten drei Jahren 15 Euro Millionen nach Leoben.

Die Polymer Competence Center Leoben GmbH (PCCL), ein Kplus-Zentrum in Kooperation mit der Montanuniversität Leoben, setzt mit dem Übertritt in eine weiterführende dreijährige Förderperiode die eindrucksvolle Entwicklung der vergangenen vier Jahre fort. Alleine für die nächsten drei Jahre wurde gemeinsam mit der Kunststoffindustrie ein Forschungsvolumen von 15 Euro Mio. aufgestellt. Mit mehr als 40 Unternehmenspartnern und 80 MitarbeiterInnen hat sich somit das PCCL innerhalb kürzester Zeit zu einem international angesehenen Kunststoff-Forschungszentrum entwickelt.

H igh-Tech Werkstoff „Kunststoff“

Aber auch die Kunststoffindustrie erlebt derzeit einen regelrechten Aufschwung. Durch die Ansiedelung der Konzernzentrale der OMV-Tochter Borealis, einer der weltweit größten Rohstoffhersteller, in Österreich, aber auch durch die Gründung innovativer Klein- und Mittelbetriebe ergeben sich kräftige Impulse für den Wirtschafts- und Forschungsstandort. „Kein High-Tech Produkt ist mehr ohne Kunststoffe denkbar“, so Reinhold W. Lang und Martin Payer, Geschäftsführer des PCCL und verweisen auf neuste Entwicklungen von Carbon-Composites für die Flugzeugindustrie oder für den neuen Carving-Ski bzw. den Einsatz von Kunststoffen als Hüftgelenksprothesen oder in Anwendungen für die Solartechnik.

Karrierechancen auf dem internationalen Arbeitsmarkt

Die Kunststoffwirtschaft benötigt jedoch dringend qualifiziertes Personal, um diesen Boom fortsetzen zu können. „Alleine um den Bedarf der Rohstoffindustrie an qualifizierten MitarbeiterInnen zu decken, müsste sich die Anzahl der Leobener Kunststofftechnik-Absolventen mehr als verdoppeln!“, so Herbert Willerth, Vorstand der Borealis. „Die Berufchancen der Kunststofftechniker sind gewaltig“, bestätigt auch Payer. Um Mitarbeiter frühzeitig für die Kunststofftechnik zu gewinnen, bietet das PCCL daher bereits Studierenden der in Österreich einzigartigen Studienrichtung „Kunststofftechnik“ die Möglichkeit zur Mitarbeit an Forschungsprojekten. Der Erfolg kann sich sehen lassen: Alleine in den letzten vier Jahren entstanden mehr als 100 akademische Arbeiten (Diplomarbeiten und Dissertationen) in Zusammenarbeit zwischen dem PCCL, der Montanuniversität Leoben und Unternehmen der Kunststoffwirtschaft.

Weitere Informationen: 

Mag. Martin Payer 
PCCL – Polymer Competence Center Leoben GmbH 
Tel.: 03842/42962-0 
E-Mail:  office(at)pccl.at
Web:  www.pccl.at