26.01.2007

Neuer Professor fuer Thermoprozesstechnik

Mit erstem Jänner trat Dr. Harald Raupenstrauch als Professor für Thermoprozesstechnik an der Montanuniversität Leoben seinen Dienst an.

Professor Harald Raupenstrauch übernahm mit erstem Jänner den Lehrstuhl für Thermoprozesstechnik am Department Metallurgie an der Montanuniversität Leoben. Drei Studienrichtungen – Metallurgie, Natural Resources und Verfahrenstechnik des industriellen Umweltschutzes – werden vom Lehrstuhl mit Lehrveranstaltungen bedient.

Durch und durch technisch

Raupenstrauch, gebürtiger Oberösterreicher, besuchte nach dem Gymnasium die HTL fürBetriebstechnik. Danach studierte er an der Technischen Universität Graz Verfahrenstechnik, dissertierte anschließend zum Thema „Gasdurchströmte, chemisch reagierende Schüttschichten“ und habilitierte sich im Fachbereich „Gas-Feststoff-Reaktionen und Partikelverfahrenstechnik“. Es folgten weitere intensive Jahre der Forschung, für über zwei Jahre hielt sich Raupenstrauch in den USA, in Nordirland, in den Niederlanden und in Deutschland auf. Anschließend fungierte er als Gastprofessor am Lehrstuhl für Thermoprozesstechnik bevor er als Universitätsprofessor berufen wurde. „Die Entscheidung nach Leoben zu gehen fiel mir leicht: Die Montanuniversität ist selbstbewusst, aber nicht überheblich, und ich finde hier ausgezeichnete Rahmenbedingen für meine wissenschaftliche Tätigkeit vor“, so Raupenstrauch.

Schwerpunkte in Lehre und Forschung

Erste Priorität hat für Raupenstrauch die Lehre; völlig neu überarbeitete Vorlesungen sollen den Studierenden den anwendungsorientierten Zugang zum Thema auf hohem Niveau ermöglichen. „Ich will vor allem meine Grundlagenvorlesungen didaktisch verbessern und mit Beispielen aus der Industrie interessanter und verständlicher gestalten“, so Raupenstrauch über seine Unterrichtsmethode. Offenheit gegenüber den Studierenden ist ihm ein großes Anliegen. „Für Fragen wird meine Tür den Studierenden jederzeit offen stehen.“

In der Forschung hat sich Raupenstrauch fünf Schwerpunkte gesetzt:

Wärmeübertragung
Feuerungstechnik
Sekundärbrennstoffe und Sekundärrohstoffe
Energiemanagement und Engegieroptimierung
Sicherheitstechnische Fragestellungen

„Mir ist klar, dass wir nicht in allen fünf Bereichen an der Spitze sein können, aber in zumindest in zweien sollten wir international die Themenführerschaft übernehmen können“, so Raupenstrauch über die zukünftigen Arbeitsschwerpunkte.

Zur Finanzierung der Forschung werden gerade in der Anfangsphase eine Reihe von Projektvorschlägen erarbeitet, wobei die vielfältigen nationalen und internationalen Forschungsförderungsprogramme genutzt werden sollen. Zur Bildung von entsprechenden Konsortien werden auf bereits bestehende und neu aufzubauende Kontakte zu Forschungsinstitutionen und zur Industrie zurückgegriffen – „angewandte Forschung auf hohem wissenschaftlichen Niveau muss unser Ziel sein, bei der auch elementare Fragestellungen aus dem Bereich der Grundlagen berücksichtigt werden sollen“, so Raupenstrauch.

Hochgesteckte Ziele für die Zukunft

Auf der infrastrukturellen Seite sollen vor allem die Ausstattung des Lehrstuhls an Laborgeräten, Messtechnik und Technikumanlagen erneuert werden. Über Forschungsprojekte sollten zunächst etwa fünf Doktorandenstellen in den nächsten zwei Jahren geschaffen werden. „Ich persönlich sehe mich als Teil des Ganzen, ich möchte Lehrstuhl übergreifend arbeiten und flexibel auf neue Anforderungen reagieren“, so Raupenstrauch. Auch die Erhöhung der Hörerzahl ist dem neuen Professor ein besonderes Anliegen. „Nur so kann gewährleistet werden, dass die Industrie mit exzellent ausgebildeten Akademikern versorgt wird und Forscher auf internationalem Niveau herangebildet werden“, meint Raupenstrauch weiter.

Weitere Informationen

Univ.-Prof. Dr.techn. Harald RAUPENSTRAUCH
Montanuniversität Leoben - Lehrstuhl für Thermoprozesstechnik
Franz-Joseph-Straße 18
A-8700 Leoben
Email: harald.raupenstrauch@mu-leoben.at
Tel.: 03842/402-5800