29.10.2009

Riesenimpuls für Kunststofftechnik in Leoben

Die heute bekannt gegebene Entscheidung, das Polymer Competence Center Leoben (PCCL) als K1-Zentrum mit einem Volumen von 20 Mio Euro Grundausstattung und einer maximalen jährlichen Förderquote von 5 Mio Euro für die kommenden sieben Jahre weiter zu finanzieren, bestätigt die Bemühungen der Montanuniversität um einen weiteren Ausbau der Kunststofftechnik am Universitätsstandort Leoben.

„Hier ist eine richtungsweisende Entscheidung für die Weiterentwicklung der Kunststofftechnik am Standort Leoben gefallen“, erklärt Rektor Wegscheider, „die Wirtschaft hat dem Standort Steiermark die Treue gehalten und das Konsortium des PCCL war binnen kürzester Zeit in der Lage, den Herausforderungen gerecht zu werden, die durch den Ausstieg von Linz gestellt wurden. Das beweist die Kompetenz, die Schlagkräftigkeit, die gute Vernetzung mit der Industrie und das Vertrauen in die vorhandenen Ressourcen sowie in die Ausbaupläne der Kunststofftechnik in der Steiermark“, so Wegscheider.

Ausbau der Kunststofftechnik

Die Montanuniversität arbeitet derzeit an einem ambitionierten Ausbau der Kunststofftechnik mit einem Finanzierungsvolumen von rund 12 Mio Euro. Hierzu zählt unter anderem die Bündelung der Kunststoffkompetenz in einem neu adaptierten Gebäude, das 2010 bezogen wird. Die neuen Räumlichkeiten für die Leobener Kunststofftechnik mit ca. 6600 m2 Nutzfläche und modernster Forschungsinfrastruktur werden allen Ansprüchen gerecht und stellen einen Meilenstein in der Entwicklung der Leobener Kunststofftechnik zu einem „European Center of Excellence“ dar. Eine Erweiterung erfolgt auch in personeller Hinsicht. Zurzeit werden zwei neue Professuren für die Fachgebiete „Spritzgießen von Kunststoffen“ und „Verarbeitung von Verbundwerkstoffen“ eingerichtet, weiters ist die Professur für „Werkstoffkunde und Prüfung der Kunststoffe“ zur Nachbesetzung ausgeschrieben.
Sowohl das neue Kunststofftechnik-Gebäude als auch die neu einzurichtenden Professuren sind nach den erfolgreichen Verhandlungen des Rektoratsteams mit Rektor Wolfhard Wegscheider und den Vizerektoren Hubert Biedermann und Martha Mühlburger mit dem Wissenschaftsministerium am 20. 10. 2009 abgesichert und somit „auf Schiene“.

Vermeidung von Doppelgleisigkeiten

„Der Wissenschaftsstandort Österreich ist zu klein, um Doppelgleisigkeiten zu erlauben“, erläutert Rektor Wegscheider weiter, „wenn Linz additiv tätig wird und zusätzliche Bildungs- und Forschungsangebote im Segment der Kunststofftechnik anbietet, ist dies eine gute Lösung für den Wirtschaftsstandort, es macht aber keinen Sinn, erfolgreiche Strukturen zu zerschlagen. Mit Kleinstrukturierung wird Österreich jedenfalls international nicht reüssieren können“, so Wegscheider abschließend.

Weitere Informationen:

Univ. Prof. Dr. Wolfhard Wegscheider
Tel.: +43 3842 402 7000
E-Mail: rektor(at)unileoben.ac.at