27.10.2014

Zwei neue Professoren an Montanuniversität

Mit Dipl.-Ing. Dr.techn. Clara Schuecker und Dipl.-Ing. Dr.techn. Thomas Kienberger stellte die Montanuniversität am 24. Oktober 2014 zwei neue Professoren vor. Sie haben mit diesem Wintersemester die Lehrstühle für Konstruieren in Kunst- und Verbundstoffen bzw. für Energieverbundtechnik übernommen. Im Rahmen einer Akademischen Feier wurden zudem 86 Montanisten graduiert und 17 Promotionen vorgenommen.

v.l.n.r.: Rektor Wilfried Eichlseder, Univ.-Prof. Dr. Clara Schuecker, Univ.-Prof. Dr. Thomas Kienberger

Schuecker (Jahrgang 1974) hat den vormals von Em.O.Univ.-Prof. Dr. Rudolf Wörndle geleiteten Lehrstuhl am Department Kunststofftechnik übernommen. Sie absolvierte an der TU Wien das Maschinenbaustudium und promovierte 2005 über das Thema "Modellierung von Schädigung und Versagen in Faserverbund-Kunststoff-Laminaten basierend auf Versagensmechanismen". Danach arbeitete Schuecker im Rahmen einer Post-Doc-Forschungsstelle am NASA Langley Research Center in den USA. Nach Österreich zurückgekehrt machte sie sich mit dem Ingenieurbüro Schuecker - Composite Simulation, als Vertretung von Luxner Engineering ZT in Wien, selbstständig. Nun zählt das Vernetzen von Wissenschaft und Industrie zu ihren neuen Zielen in Leoben.

Die neue Professur für Energieverbundtechnik ist am Department für Umwelt- und Energieverfahrenstechnik der Montanuniversität angesiedelt. Kienberger wurde 1981 geboren und promovierte nach dem Elektrotechnik/Energietechnik-Studium an der TU Graz im Jahr 2010 zum Doktor der technischen Wissenschaften. Er war zuletzt bei der Firma agnion für den Bereich Research & Development zuständig und beschäftigte sich mit der energetischen Biomassenutzung in dezentralen Vergasungsanlagen. Der neue Lehrstuhl befindet sich gerade in Aufbau. In Zukunft soll er eine Kompetenzstelle in Österreich im Bereich der Energieverbundtechnik sein.

Zentrum am Berg

In seiner Festansprache im Rahmen der Akademischen Feier präsentierte Rektor Wilfried Eichlseder das so genannte Zentrum am Berg. In einem stillgelegten Teil des steirischen Erzbergs wird in den kommenden drei bis vier Jahren eine weltweit einzigartige Forschungsstätte entstehen. "Insgesamt fünf Tunnelröhren sind im Vollbetrieb vorgesehen – ideale Bedingungen nicht nur für Forscher, sondern auch für verschiedenste Bereiche von Einsatzorganisationen und der Industrie", betonte Eichlseder. "Mit der Umsetzung und Realisierung des Zentrum am Berg werden Möglichkeiten in Forschung und Lehre des Berg- und Tunnelbaus eröffnet, die Österreich zu einer Drehscheibe europäischer Dimension machen."

Eichlseder dankte "all jenen, die es möglich gemacht haben, die Finanzierung aufzubringen", namentlich der Vorsitzenden des Universitätsrates, Landeshauptmann a. D. Waltraud Klasnic, sowie ihrem Vorgänger Dr. Hannes Androsch, Landeshauptmann Mag. Franz Voves, Landesrat Mag. Christopher Drexler, Bundesminister Dr. Reinhold Mitterlehner und dessen Vorgänger O.Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Töchterle, dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und der früheren Ministerin Doris Bures sowie der VA Erzberg GmbH für die Überlassung des stillgelegten Teils des Erzbergs.