08.03.2001

Montanuni setzt geisteswissenschaftliche Akzente

Der Etruskerforschung gilt der Workshop "25 Jahre Forschung zur Etruria Mineraria in Leoben" vom 15. bis 17. März an der Montanuniversität Leoben.

Ein für die Montanuniversität eher ungewöhnlicher Workshop findet vom 15. bis 17. März statt. Nicht die Technik, sondern die Historie steht im Mittelpunkt der Tagung "25 Jahre Forschung zur Etruria Mineraria in Leoben".

Seit einem Vierteljahrhundert hat die Forschung zur Montangeschichte der Etrusker in Leoben ihren Platz. Am Erich-Schmid-Institut für Materialwissenschaft der Österreichischen Akademie der Wissenschaften arbeitet Prof. DDr. Gerhard Sperl seit 1976 an den Funden zur Metallurgie der Etrusker, eine Arbeitsrichtung, die auf mehreren internationalen Kongressen im Ausland vorgestellt worden ist. In Leoben konnte auch ein umfangreicher Archivbestand aus Büchern, Fachartikeln, an Funden zur Montangeschichte der Toskana (Schlackenarchiv) zusammengestellt und katalogisiert werden.

Anlässlich des Jubiläums wird eine Tagung am 16. März veranstaltet, die eine Zusammenfassung der Forschungen zum Berg- und Hüttenwesen der Etrusker und ihrer Zeit bieten wird. Namhafte Wissenschaftler aus Italien, Tschechien, Ungarn und Österreich werden Vorträge über die Etruskerforschung halten. Unter ihnen Prof. Dr. Giovannangelo Camporeale, Präsident des "Istituto di Studi Etruschi ed Italici" in Florenz.

Die Vortragsfolge beginnt um 8.30 Uhr am Erich-Schmid-Institut, Jahnstraße 12, 1. Stock (Seminarraum) und endet mit einem öffentlichen Vortrag um 19.30 Uhr im Hüttenmännischen Hörsaal der Montanuniversität. Prof. DDr. Gerhard Sperl wird über die "Etrusker und die Europäische Metallurgie (Antike Schmiedemeister in Gold und Eisen)" referieren. Der Eintritt ist frei. Das Programm wird mit Exkursionen am 15. und 17. März wie z. B. zum Hochofenmuseum in Vordernberg abgerundet.

Prof. Sperl konnte mit seinen Forschungen zahlreiche Verbindungen zum Kernland der Etrusker in der Toskana und damit zu den Universitäten in Siena, Florenz und Mailand knüpfen. Mit seinem Forschungsschwerpunkt möchte Prof. Sperl eine "Brücke der Naturwissenschaft zu einer der klassischen historischen Forschungsgebiete, die auch für unseren Raum von besonderer Bedeutung ist, bauen".

Weitere Informationen und Anmeldung:

Prof. DDr. Gerhard Sperl, Tel. (03842) 45511-28, Fax: (03842) 45512-6,
Internet: www.oeaw.ac.at/esi/deutsch/tagungen/Etrusker2001/Programm.html
E-mail: sperl@unileoben.ac.at