14.07.2003

Sieben neue Bachelor- und Magisterstudien

Auf ein flexibleres und breiteres Studienangebot setzt die Montanuniversität Leoben auch bei den Studienrichtungen Metallurgie, Kunststofftechnik und Industrieller Umweltschutz.

Was für die Studienrichtungen Industrielogistik, Natural Resources, Petroleum Engineering und Angewandte Geowissenschaft bereits beschlossen wurde, gilt nun für drei weitere Leobener Studien: Metallurgie, Kunststofftechnik und Industrieller Umweltschutz werden ab Herbst als Bakkalaureats- und Magisterstudien angeboten. Damit wird auch in diesen Bereichen den Anforderungen des industriellen Umfeldes Rechnung getragen. Ab Herbst 2003 können an der Montanuni sieben der insgesamt neun Studienrichtungen als Bakkalaureats- und Magisterprogramme inskribiert werden. Nur die Studienrichtungen Werkstoffwissenschaften und Montanmaschinenwesen werden weiterhin als Diplomstudien geführt.

Breite Grundlagenausbildung mit Spezialisierung 

Die Studiendauer aller Bakkalaureatsstudien beträgt sieben Semester. Diese werden mit dem akademischen Grad eines Bakkalaureaus bzw. Bakkalaurea der technischen Wissenschaften ("Bakk.techn.") abgeschlossen. Darauf aufbauend werden dreisemestrige Magisterstudien angeboten, die mit dem akademischen Grad "Diplom-Ingenieur/in" abschließen. "Mit diesem innovativen Studienprogramm an unserer Universität bieten wir den Studenten/innen völlig neue Kombinationsmöglichkeiten, schnellere Abschlüsse in fast allen Studienrichtungen und vor allem mehr internationale Erfahrung", so Rektor Wolfgang Pöhl. Im Gegensatz zu Fachhochschulstudien bieten die Bakkaleaureatsprogramme eine breitere Grundlagenausbildung mit einer anschließenden Spezialisierung an. Ziel ist es, die Studierenden für ein breiteres Einsatzgebiet "berufsfähig" auszubilden. 

Flexiblere Studienplanung 

Die Studienpläne dieser neuen Bakkalaureatsstudien beinhalten eine wissenschaftliche und qualifizierte Ausbildung für den Einstieg ins Berufsleben, der die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden erfordert. Wollen sich die Studierenden mit wissenschaftlichen Problemlösungen und mit der Einführung in die theoretische Betrachtung der Probleme auseinandersetzen, besteht dafür die Möglichkeit im anschließenden Magisterstudium. "Mit dem siebensemestrigen Bakkalaureatsstudium kann auf Basis einer fundierten Grundlagenausbildung schneller ein berufsqualifizierender Abschluss erreicht werden. Wer sich wissenschaftlich vertiefen oder spezialisieren will, kann dies im anschließenden Magisterstudium tun", erläutert Rektor Pöhl. 

Internationale Studienprogramme 

Mit den insgesamt sieben Bakkalaureats- und Magisterstudien will die Leobener Universität den internationalen Austausch fördern. "Mit dem Abschluss des 'Bakk. techn.' haben Leobener Absolventen die Möglichkeit, ohne zusätzliche Auflagen zum Beispiel in den USA den 'Master of Science' zu erwerben, ebenso steht aber auch amerikanischen Absolventen dieser Weg in umgekehrter Richtung offen", meint Pöhl. "Die Neustrukturierung der Studienrichtungen wird unsere Uni international noch attraktiver und konkurrenzfähiger machen, da wir mit den neuen Studienplänen vergleichbare Abschlüsse mit ausländischen Universitäten anbieten können." 

Weitere Informationen: 

Studienrichtung Metallurgie: Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Wilfried Krieger, Tel. 03842/402-410, E-Mail: Wilfried.Krieger@notes.unileoben.ac.at 
Studienrichtung Industrieller Umweltschutz: Dr. Wolfgang Staber, Tel. 03842/46103-59, E-Mail: wolfgang.staber@unileoben.ac.at 
Studienrichtung Kunststofftechnik: Dr. Walter Friesenbichler, Tel. 03842/402-458, E-Mail: Walter.Friesenbichler@notes.unileoben.ac.at