21.01.2005

Kein Ansturm von EU-Studenten zu erwarten

Nach Stellungnahme des EuGH-Generalanwaltes zum Hochschul-Zugang: Montanuniversität Leoben erwartetet keinen Ansturm von Studierenden aus anderen EU-Staaten.

Zur Stellungnahme des EuGH-Generalanwaltes Francis Jacobs, dass die Regeln des Zuganges zum Hochschulstudium in Österreich für Studierwillige aus anderen EU-Staaten diskriminierend seien, meint Leobens Rektor Professor Wolfhard Wegscheider, ein Ansturm von Studierenden aus den EU-Staaten sei nicht zu erwarten. Wegscheider: "Es gibt in Europa generell zu wenig Studierende in den Ingenieurwissenschaften. Gerade die Montanuniversität Leoben unternimmt große Anstrengungen, um Jugendliche für ein Studium zu gewinnen. Jede Regelung, die den Zugang zu einem Studium an der Montanuniversität erleichtert, ist daher zu begrüßen. Da in ganz Europa der Anteil der Technik-Studierenden eigentlich zu gering ist, können wir nicht mit einem Ansturm an Studierwilligen aus den EU-Staaten rechnen."

Jene Studien, die in Leoben angeboten werden, und fachlich ähnliche Richtungen sind z. B. in Deutschland nicht mit dem Numerus clausus belegt. In Leoben studieren lediglich 19 deutsche Staatsbürger. Was die Eignung für ein technisches Studium betrifft, habe sich, so Rektor Wegscheider, "das im Herbst 1997 eingeführte erste gemeinsame Studienjahr für alle in Leoben angebotenen Studienrichtungen voll bewährt". Die beiden ersten Semester vermitteln die für ein Technikstudium notwendigen Grundkenntnisse in Chemie, Physik und Mathematik. Dieses gemeinsame Studienjahr hat wesentlich dazu beigetragen, die durchschnittliche Studiendauer zu verkürzen.

Weitere Informationen: 
Thomas Winkler, Öffentlichkeitsarbeit 
Tel. 03842/402-7220, E-Mail: thomas.winkler@notes.unileoben.ac.at