13.10.2008

Neuer Logistik-Professor tritt seinen Dienst an

Mit Oktober übernahm Univ.Prof. Dr. Helmut Zsifkovits den Lehrstuhl für Industrielogistik an der Montanuniversität Leoben. Schwerpunkt in Forschung und Lehre wird die Gestaltung und Optimierung industrieller Material- und Informationsflüsse sein.

Univ.Prof. Dr. Zsifkovits leitet den Lehrstuhl für Industrielogistik.

Mit Professor Zsifkovits bekommt die jüngste Studienrichtung „Industrielogistik“ einen neuen Vorstand. Zsifkovits ist gebürtiger Grazer und studierte an der Karl-Franzens-Universität Betriebswirtschaftslehre. Nach seiner Dissertation zum Thema Managementinformationssysteme war er einige Zeit an der Grazer Universität als Assistent beschäftigt, bevor er zu DaimlerChrysler wechselte und dort ein Softwareentwicklungsteam leitete. Danach war er einige Zeit in der Logistikberatung selbstständig bevor es ihn 2005 an die Montanuniversität Leoben verschlug.

Frühe Logistikkontakte

Bereits 1983 nahm Zsifkovits am ersten Österreichischen Logistikdialog in Wien teil, die Logistik ließ ihn fortan nicht mehr los. „Der Dialog wurde von Leobener Professoren organisiert, diese waren schon damals federführend im Bereich der Industrielogistik tätig“, erinnert sich Zsifkovits. Nun schließt sich also dieser Kreis in Leoben wieder. Heute bietet Leoben als einzige österreichische Universität ein reines Logistikstudium an. Zsifkovits ist im Vorstand der Bundesvereinigung Logistik Österreich (BVL) tätig, deren Regionalgruppe Steiermark ihren Sitz nach Leoben verlegen wird.

Hervorragende Resonanz aus der Industrie

Wie die letzten Jahre zeigen, ist die Studienrichtung Industrielogistik bei den Anfängern sehr beliebt – sie liegt immer im Spitzenfeld. Die ersten Absolventen sind bereits in der Wirtschaft tätig, die Nachfrage nach mehr wird immer größer. „Wir bekommen laufend Anfragen, die Karrierechancen sind ausgezeichnet und breit gefächert“, erklärt Zsifkovits. Die Resonanz aus der Industrie ist hervorragend, es wird vor allem das gute Basiswissen der Absolventen gelobt. Denn im Gegensatz zu anderen Ausbildungen, die meistens nur einen Schwerpunktbereich des BWL-Studiums ausmachen, müssen die Leobener Studierenden ebenso die technische Grundlagenausbildung absolvieren. „Genau dieses technische Grundwissen ist der entscheidende Vorteil am Arbeitsmarkt“, weiß Zsifkovits. Er würde auch nicht auf diesen Teil der Ausbildung verzichten wollen, denn aus eigener Erfahrung wisse der Betriebswirt, wie schwierig es sei, technische Grundkenntnisse im nachhinein zu erwerben.

Schwerpunkte in Forschung und Lehre

Schwerpunkt in Forschung und Lehre soll die Logistik produzierender Betriebe sein, dazu gehören die Planung und Steuerung von Fördereinrichtungen, die Lager- und Transportorganisation sowie die Systeme zur Steuerung von Informationsflüssen. „Dabei sollen Logistiksysteme geplant und Prozesse optimiert werden“, so Zsifkovits weiter. Weiters sollen das Masterstudium international ausgerichtet werden und ein Softwarelabor, in dem die verschiedensten Szenarien ausprobiert werden können, eingerichtet werden. „Mein Wunsch wäre es, die Montanuniversität als nationale und internationale Drehscheibe der Logistik zu etablieren“, meint Zsifkovits abschließend.

Weitere Informationen

Univ.Prof. Dr. Helmut Zsifkovits
Lehrstuhl für Industrielogistik – Montanuniversität Leoben
Tel.: 03842/402-6020
E-Mail: helmut.zsifkovits(at)unileoben.ac.at