Die Presseaussendung

Die Öffentlichkeitsarbeit der Montanuniversität Leoben informiert die Presse regelmäßig über Aktivitäten und Erfolge an der Universität. Gerne unterstützen wir Sie beim Verfassen und Versenden von Pressemeldungen. Bitte geben Sie uns rechtzeitig Bescheid, damit wir die Presseaussendung gut geplant verschicken können.

Was ist wirklich relevant für die Presse?
Nicht jedes Ereignis ist auch für die Presse interessant.
Gründe, warum eine Presseaussendung ignoriert wird:
* Fehlende Aktualität
* zu wenig Leserrelevanz
* zu umfangreiche Unterlagen
* ungeeignete Aufbereitung
Nur bestmögliche Vorbereitung kann dem schnellen Ende einer Meldung entgegen wirken, liefert aber keinen Garant für eine Veröffentlichung.
In der Massenkommunikation gelten andere Aufmerksamkeitsfilter als in der Wissenschaft. Für die Berichterstattung kann vermeintlich Nebensächliches von enormer Bedeutung, umgekehrt aber auch wissenschaftlich Bedeutsames nebensächlich sein. Je mehr Kriterien journalistischer Arbeit eine Meldung erfüllt, desto größer wird die Chance auf Veröffentlichung. Kriterien, durch die eine Aussendung Nachrichtenwert bekommt, sind:

Aktualität als Grundvoraussetzung
Was vorbei ist, ist vorbei: Vergangenes macht eine Meldung für den Journalisten uninteressant. Was einzigartig und neu ist, hat gute Chancen, zur Nachricht zu werden.
Bezug zur aktuellen Problemerfahrung
Je größer der betroffene Personenkreis, desto größer die Chance auf Publikation. Die Meldung muss einen Publikumskreis erreichen, der über einen bloßen Insiderzirkel hinausgeht. Das Thema muss dazu von „öffentlichem Interesse“ sein: Konkrete, alltagsnahe Anwendungsbeispiele sind hier nützlich.
Außergewöhnliches ist attraktiv
Je ungewöhnlicher, unvorhersehbarer, seltener der Inhalt einer Meldung, desto größer die Chance auf Veröffentlichung: Täglich erreichen hunderte Mails, Faxe und Einladungen die einzelnen Ressorts der Redaktionen. Was sich nicht abhebt, geht unter.
Prominenz und Personalisierung
Je stärker ein Ereignis personalisiert ist, d.h. sich auf das Handeln von Personen bezieht, desto eher wird es zur Nachricht. Das gilt vor allem für prominente oder einflussreiche Persönlichkeiten.

AUFBAU EINER PRESSEAUSSENDUNG

Klare Botschaft formulieren
Eine Presseaussendung hat nur EIN Thema. Je klarer und eindeutiger ein Ereignis ist, desto eher wird es zur Nachricht. Die Botschaft muss so verpackt sein, dass der daraus für den Empfänger resultierende Nutzen sofort eingeordnet werden kann.
Der Titel weckt die Aufmerksamkeit
Plakative Überschriften und Zwischentitel wecken die Neugier des Redakteurs und helfen der Meldung sich in der Informationsflut abzuheben.
Das Wichtigste am Anfang
Das Wichtigste, die zentrale Botschaft steht immer an der Spitze der Meldung. Bereits Titel, Untertitel und Vorspann fassen die wesentlichen Facts zusammen. Darunter folgt ein Text, der nähere Informationen bietet, dann ergänzende Schilderungen und Erklärungen.
6xW
Gleich zu Beginn werden die sechs so genannten W-Fragen beantwortet: Wer? Was? Wo? Wann? Wie? Warum? - Das stellt sicher, dass die wesentlichen Punkte gleich am Anfang untergebracht sind.
Rückfragehinweis
Wesentlich ist die Erreichbarkeit einer fachkundigen Person für ergänzende Informationen oder kurzfristige Interviews. Diese muss unbedingt autorisiert und auskunftswillig sein.
Wie formuliert man eine Meldung für die Presse richtig?

WIE FORMULIERE ICH EINE GUTE PRESSEAUSSENDUNG?

Erfolgreiche Kommunikation orientiert sich am Vorwissen der Rezipienten!
Kein Fachleute und Experten sollen erreicht werden, sondern ein breites Publikum ist Empfänger der Nachricht, die kommuniziert werden soll. Denken Sie daran, dass sich der Empfänger nicht so intensiv mit Ihrer Botschaft beschäftigt wie Sie selbst und vermeiden Sie abstrakte Abhandlungen!
In der Kürze liegt die Würze!
Eine Presseinformation sollte die Länge einer DIN A4 Seite nicht überschreiten. Kurze, einfache Formulierungen erhöhen die Chancen auf Veröffentlichung und verringern den Raum für Missverständnisse. Die journalistische Sprache hat ihre eigenen Regeln: Der gute Pressetext ist leicht lesbar und allgemein verständlich. Dazu kurze Sätze und keine komplizierten Schachtelsatzkonstruktionen verwenden!
Kein Fachchinesisch!
Fremdworte und Fachausdrücke möglichst vermeiden. Überschätzen Sie nicht das Vorwissen Ihres Gegenübers und bieten Sie einfach verständliche „Übersetzungen“ der Fachausdrücke an. Das hilft Missverständnisse zu vermeiden und bösen Überraschungen in der Berichterstattung vorzubeugen.
Bilder sagen mehr als Worte!
Sind Erklärungen für schwierige Zusammenhänge und komplexe Themen notwendig, suchen Sie anschauliche Beispiele – das kann viel zur besseren Verständlichkeit beitragen!
Presseinformation ist keine Werbung!
Eine Presseinformation ist kein Werbetext: Journalisten wollen Information und keine selbstbeweihräuchernden Superlative - diese landen direkt im Reißwolf. Pressevertreter wollen seriöse Information mit nachprüfbaren Fakten. Die Glaubwürdigkeit des Inhalts darf nicht unter übertriebener sprachlicher Darstellung leiden.
Kein Erfolgsgarant!
Selbst wenn eine Meldung alle genannten Kriterien erfüllt, bleibt die aktuelle Nachrichtenlage entscheidend: Erfordert es die Aktualität anderer Berichte, wird sie zurückgestellt oder gar nicht veröffentlicht.
Infos unter: christine.adacker@unileoben.ac.at