08.03.2013

Ehrendoktorat für Dr. Hannes Androsch

Im Rahmen einer Akademischen Feier verlieh die Montanuniversität Leoben am 7. März 2013 dem langjährigen Vorsitzenden ihres Universitätsrates Dr. Hannes Androsch das Ehrendoktorat der montanistischen Wissenschaften. Dr. Karin Schaupp wurde zur Ehrensenatorin ernannt

v.l.n.r. Rektor Wilfried Eichlseder, Ehrensenatorin Karin Schaupp, Ehrendoktor Hannes Androsch

Mit dem Ehrendoktorat an Dr.Dr.h.c.mult. Hannes Androsch werden dessen hervorragende Verdienste um die durch die Montanuniversität vertretenen wissenschaftlichen und kulturellen Aufgaben gewürdigt.

„Dr. Hannes Androsch hat seit 2003 als Vorsitzender des Universitätsrates der Montanuniversität dieselbe in umfassender Weise unterstützt und universitätspolitische wie -strategische Akzente gesetzt“, erläuterte O.Univ.-Prof. Hubert Biedermann in seiner Laudatio. „Sein bildungspolitisches Wirken unter Beachtung der österreichischen und europäischen Hochschullandschaften hat in Kombination mit der von ihm getragenen Vermittlung des Leistungsportfolios der Montanuniversität dazu beigetragen, das Ansehen dieser wesentlich zu erhöhen. Darüber hinaus hat er durch zahlreiche Veröffentlichungen, Vorträge und industriepolitische Handlungen in Aufsichtsratsfunktionen den Wirtschaftsstandort Österreich gefördert und Impulse zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Umfeld gesetzt“, so Biedermann abschließend.

Ehrensenatorin

Dr. Karin Schaupp war ebenfalls seit dem Jahre 2003 Mitglied des Universitätsrates der Montanuniversität. „Frau Dr. Schaupp hat ihre Verantwortung als Mitglied und stellvertretende Vorsitzende unseres Universitätsrates über zwei Funktionsperioden hinweg mit besonderer Ausdauer und besonderer Umsicht wahrgenommen“, betonte Rektor Wilfried Eichlseder in seiner Laudatio. „Dank ihres besonderen Weitblickes und ihrer Fähigkeit, Kernprobleme rechtzeitig zu erkennen, richtig zu gewichten und zu bewerten, konnte Frau Dr. Schaupp zahlreiche wertvolle Weichenstellungen für eine positive und erfolgreiche Weiterentwicklung der Montanuniversität maßgeblich mitgestalten. Ihre besonderen Kontakte zur Wirtschaft und zu den politischen Entscheidungsträgern waren hier ebenso hilfreich wie ihre Fähigkeit, auch in ganz schwierigen Situationen als Vermittlerin und Koordinatorin außergewöhnlich erfolgreich zu sein“, so der Rektor abschließend.

Höhepunkte der Periode 2003 – 2013

In verschiedenen Umfragen und Rankings sticht die Montanuniversität Leoben bereits seit Jahren unangefochten als Österreichs beste und beliebteste Universität hervor. So haben im Frühjahr 2012 in einer vom Wochenmagazin „Format“ in Auftrag gegebenen Online-Umfrage 112 Personalchefs führender österreichischer Unternehmen die Montanuniversität zum bereits vierten Mal in Folge zur besten Hochschule Österreichs gekürt. Die Leobener Universität wurde von 60 Prozent der Befragten mit der Note „sehr gut“ bewertet.
Im weltweiten „Quantitative Ranking of Engineering Disciplines (QRED) 2012” der School of Engineering der École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL) erreicht die steirische Vorzeigeuniversität im Bereich der Materialwissenschaften als zweitbeste europäische Hochschule Rang 7. Die Plätze 1 bis 5 gingen an amerikanische Forschungseinrichtungen, gefolgt von der University of Cambridge.

Höchstnoten sowohl ihre Ausbildung als auch ihre künftigen Karrierechancen betreffend erhält die Montanuniversität zudem regelmäßig von ihren Studierenden. In der Umfrage „Trendence Graduate Barometer 2012“ drückten die angehenden Diplomingenieure ihre Zufriedenheit mit der Alma Mater Leobiensis in Zustimmungsraten bis zu 98 Prozent aus und blickten deutlich optimistischer in die Zukunft als ihre Kollegen anderer Universitäten.

Aber auch Baustellen, Kräne und Bagger prägten in den vergangenen Jahren das Bild des Leobener Universitätscampus und sorgten für zeitgenössische architektonische Akzente im gründerzeitlichen Stadtteil Josefee. In kurzer Folge konnte die Montanuniversität neue bzw. neu adaptierte Gebäude eröffnen und so wichtige Meilensteine in der räumlichen und thematischen Ressourcenbündelung erreichen. 2005/06 wurde das ehemalige Leobener Landesgericht zu einem „Roh- und Werkstoffzentrum“ (RWZ) für die Montanuniversität adaptiert. Das in Kooperation mit der SFG (Steirische Wirtschaftsförderung) neu gebaute „Impulszentrum für Werkstoffe“ (IZW) wurde im Herbst 2007 eröffnet.
Das Hörsaalgebäude der Montanuniversität wurde nach seiner Generalsanierung im Herbst 2009 als „Erzherzog-Johann-Trakt“ wieder seiner Bestimmung übergeben, und das Zentrum für Kunststofftechnik der Montanuniversität wurde nach 13-monatiger Umbauzeit im April 2010 eröffnet. Mitten im Campus der Montanuniversität wurde im Mai 2011 schließlich nach einer Rekordbauzeit von nur einem Jahr auch noch das „Impulszentrum für Rohstoffe“ (IZR) fertiggestellt.

Höchst erfreulich ist die Entwicklung hinsichtlich der Hörerzahlen an der Montanuniversität. Zählte man nach Ende der Inskriptionsfrist des WS 2002/2003 1.818 Studierende, so waren es per 28.11.2012 exakt 3.543 junge Damen und Herren, die ein Studium in Leoben belegt haben. Der Damenanteil stieg in diesem Zeitraum von 20,4 im Oktober 2002 auf 25 Prozent im Jahr 2013.

Die eingeworbenen Drittmittel haben sich von 2005 auf 2011 mehr als verdoppelt.

Weitere Informationen:
Erhard Skupa
Tel.: +43 402 7220; +43 664 80 898 7220
E-Mail: erhard.skupa@unileoben.ac.at