07.05.2019

Keramiktagung führt Industrie und Forschung zusammen

260 Vertreter aus Universitäten und Industrie treffen sich zurzeit zum Austausch über neue Werkstoffe, Technologien und Charakterisierungsmethoden im Bereich Keramik in Leoben. Die 94. Jahrestagung der Deutschen Keramischen Gesellschaft, die gemeinsam mit der siebenten Jahrestagung der Österreichischen Keramischen Gesellschaft und der Keramik-Session des Schweizerischen Verbandes für Materialwissenschaft und Technologie veranstaltet wird, wurde am Sonntag (5. Mai 2019) an der Montanuniversität eröffnet und dauert bis zum 9. Mai. Schwerpunktthemen sind „Additive Fertigung“ und „Zuverlässigkeit keramischer Strukturen und Prozesse“.

Bei der Verleihung des "International DKG Award" v.l.: Prof. Dr.rer.nat.habil. Alexander Michaelis (Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS Dresden), Preisträger O.Univ.-Prof. Dr. Robert Danzer (Vorstand des Lehrstuhls für Struktur- und Funktionskeramik der Montanuniversität Leoben), Stephan Schmidt (Geschäftsführender Gesellschafter Stephan Schmidt-Gruppe), Montanuni-Rektor Wilfried Eichlseder

International DKG Award für Prof. Danzer

Die Organisation der Tagung, die zum ersten Mal außerhalb Deutschlands stattfindet, lag in den Händen von O.Univ.-Prof. Dr. Robert Danzer, dem Vorstand des Lehrstuhls für Struktur- und Funktionskeramik der Montanuniversität. Er zeichnete als Vorsitzender des Programmkomitees auch federführend für die thematische Ausrichtung der Veranstaltung verantwortlich.

Im Rahmen der Tagung wurde Danzer am Dienstag (7. Mai 2019) mit dem „International DKG Award“ ausgezeichnet. Er erhielt den erst zum zweiten Mal verliehenen Preis in Anerkennung für sein Lebenswerk.

Danzer, einer der Gründer der Österreichischen Keramischen Gesellschaft, zeigt sich erfreut über das rege Interesse und Engagement von Teilnehmern aus Academia und Industrie. Sein großes Anliegen ist die Förderung junger Forscherinnen und Forscher auf dem Gebiet der keramischen Werkstoffe, das von den Universitäten und den Firmenmitgliedern der Gesellschaft gerne unterstützt wird.

In den Präsentationswettbewerben der Deutschen und Österreichischen Keramischen Gesellschaft zeigten junge Studierende aus den Masterstudien und den Doktoratsschulen ihr Können und ihre Leistungsbereitschaft. Die Veranstaltung wird auch als Anerkennung Leobens als ein bedeutendes Zentrum der Werkstoffwissenschaften in Europa gewertet.