MINREC-HT
Innovative Sortier- und Recyclingverfahren für mineralische Reststoffe zur Inwertsetzung in Hochtemperaturanwendungen
Projektbeschreibung
Die zunehmende Verknappung natürlicher Rohstoffe, steigende Deponiekosten und wachsende Anforderungen an eine nachhaltige Ressourcennutzung stellen die Industrie vor erhebliche Herausforderungen. Gleichzeitig werden mineralische Reststoffe wie Baurestmassen, metallurgische Schlacken, Ofenausbrüche oder Produktionsabfälle der Feuerfestindustrie bislang nur unzureichend genutzt. Und das, obwohl ebendiese Materialien aufgrund ihrer Inhaltsstoffe und Komponenten erhebliches Potential für eine sekundärrohstoffliche Nutzung bieten. Das Projekt MINREC-HT setzt genau hier an und entwickelt innovative Aufbereitungs- und Recyclingansätze, um diese Stoffströme systematisch zu erfassen, zu charakterisieren und durch kombinierte mechanische, thermische und chemische Verfahren gezielt aufzubereiten und in Wert zu setzen. Ziel ist es, durch diese Vorgehensweise bislang wenig genutzte Reststoffe in industrielle Wertschöpfungsketten zurückzuführen und so einen wesentlichen Beitrag zur Transformation hin zu einer ressourceneffizienten und kreislauforientierten Industrie zu leisten.
Projektziele
Ziel des Projekts ist die Herstellung hochwertiger Sekundärrohstoffe für Hochtemperaturanwendungen, insbesondere für die Produktion von Bindemitteln und Wassergläsern in der Feuerfestindustrie. Durch die Entwicklung maßgeschneiderter Aufbereitungsketten und einer gezielten Verbesserung stofflicher Eigenschaften sollen so selbst bislang schwer verwertbare Reststofffraktionen nutzbar gemacht werden. Abgetrennte Komponenten, für die keine Rückführung in Hochtemperaturanwendungen möglich ist, werden ebenfalls charakterisiert und bestehenden Recycling- und Verwertungslösungen entlang der Wertschöpfungskette zugeführt. Ein zentraler Innovationsaspekt liegt in der Verknüpfung technologischer Entwicklungen mit umfassenden Nachhaltigkeitsbewertungen, um ökologische, ökonomische und soziale Auswirkungen ganzheitlich zu berücksichtigen. Damit trägt das Projekt wesentlich zur Reduktion von CO₂-Emissionen, zur Schonung natürlicher Ressourcen und zur Umsetzung eines industriellen Zero-Waste-Ansatzes bei. Dieser Beitrag ist insofern besonders groß, als das Projekt entlang der energie- und emissionsintensiven Hochtemperaturprozesse der Stahl-, Zement- und Feuerfestindustrie angesiedelt ist.

