After-ICAA Workshop

Internationaler Austausch in Leoben

 

 

Im Anschluss an die ICAA 20 fand am Lehrstuhl für Nichteisenmetallurgie der Montanuniversität Leoben ein international besetzter After-ICAA Workshop statt. Organisiert und gehostet wurde die Veranstaltung von Sebastian Samberger und Irmgard Weißensteiner.

 

Der Workshop brachte Wissenschaftler:innen und Industriepartner aus unterschiedlichen Institutionen und Ländern zusammen und bot Raum für vertiefte Diskussionen zu aktuellen Fragestellungen der Aluminiumforschung. Hochwertige Fachvorträge, offene Diskussionen und der direkte Austausch ermöglichten es, Ergebnisse einzuordnen, neue Perspektiven zu gewinnen und Anknüpfungspunkte für zukünftige Kooperationen zu identifizieren.

Auch das Christian Doppler Labor für Deformations-Ausscheidungs-Wechselwirkungen in Aluminiumlegierungen war sowohl bei der ICAA 20 als auch im Rahmen des Workshops sichtbar vertreten. Thomas Kremmer, Philipp Aster, Robert Kahlenberg, Sebastian Samberger und Irmgard Weißensteiner präsentierten aktuelle Arbeiten aus dem Umfeld des CD-Labors und diskutierten diese mit der internationalen Fachcommunity.

Damit boten ICAA und After-ICAA Workshop nicht nur eine Plattform zur Präsentation aktueller Forschungsergebnisse, sondern auch eine wertvolle Gelegenheit, die wissenschaftliche Sichtbarkeit des CD-Labors zu stärken, bestehende Netzwerke auszubauen und neue Impulse für die weitere Forschungsarbeit zu gewinnen.

Ein besonderer Dank gilt allen Vortragenden und Teilnehmenden sowie ZwickRoell, Struers, 4a engineering, dem Recycling Cluster der Montanuniversität Leoben und der Stadt Leoben für die Unterstützung der Veranstaltung.

 


ICAA 20 in Berlin

Unsere Forschungsthemen im internationalen Fokus

 

 

Die 20th International Conference on Aluminium Alloys (ICAA 20) war für uns nicht nur ein großartiges wissenschaftliches Treffen, sondern auch eine sehr gute Gelegenheit zu sehen, wie stark die Themen unseres CD-Labors derzeit im internationalen Forschungsfeld vertreten sind. Biegeverhalten und Umformbarkeit, Recycling, Korrosion und moderne Charakterisierungsmethoden gehörten zu den zentralen Themen der Konferenz und wurden in zahlreichen Sessions intensiv diskutiert.

Auch unser Team war mit mehreren Vorträgen und Postern vertreten. Die Beiträge reichten von der Biegbarkeit recyclingrelevanter Aluminiumbleche und dem Einfluss erhöhter Sekundäraluminiumanteile über hochmagnesiumhaltige 5xxx-Legierungen bis hin zu neuen Ansätzen für die Charakterisierung komplexer intermetallischer Phasen.

Ein besonderes Highlight war ORIENTA, das von Sebastian Samberger sowohl im Rahmen eines Vortrags als auch als Poster präsentiert wurde. ORIENTA ist ein Open-Source-Ansatz zur GPU-beschleunigten EBSD-Indizierung komplexer, niedrigsymmetrischer und pseudosymmetrischer intermetallischer Phasen. Das Poster wurde zudem mit einem Posterpreis ausgezeichnet.

Ein weiterer schöner Erfolg: Robert Kahlenberg gehörte zu den Early Career Research Awardees der ICAA 20 und präsentierte in seinem Award Talk seine Arbeiten zum Einfluss von Defekten auf die Ausscheidungsbildung in AlMgSiCu-Legierungen.

Besonders gefreut hat uns das große Interesse an unseren Beiträgen. Die Vorträge und Poster führten zu vielen fachlichen Gesprächen und weiterführenden Diskussionen und zeigten einmal mehr, wie eng die Fragestellungen unseres CD-Labors mit den aktuellen Herausforderungen der Aluminiumforschung verbunden sind.

Wir nehmen viele neue Eindrücke, Kontakte und wissenschaftliche Anregungen mit zurück nach Leoben.

 


Workshop mit dem Team vom Center for Materials Innovation/AMAG

Wo industrielle Praxis, akademische Perspektiven und datengetriebene Forschung zusammenfinden.

 

 

Zwei Tage voller Austausch, Fachimpulse und neuer Perspektiven: Beim CMI Workshop bei AMAG Rolling kamen Partner aus Wissenschaft und Industrie zusammen, um aktuelle Fragen rund um Aluminiumlegierungen, Prozessverständnis, Datenanalyse und Modellierung zu diskutieren.

Ein besonderes Highlight war der Einblick in das Warmwalzwerk 2. Die industrielle Praxis aus nächster Nähe zu sehen, war nicht nur spannend, sondern auch ausgesprochen lehrreich. Solche Eindrücke helfen uns, die Prozesse künftig noch präziser mitzudenken und unsere Forschung noch enger an realen Herausforderungen auszurichten.

Neben den fachlichen Sessions blieb viel Raum für Gespräche, Networking und den Austausch von Expertise. Genau daraus entstehen oft die besten Ideen: aus unterschiedlichen Blickwinkeln, gemeinsamer Neugier und dem direkten Kontakt zwischen Labor, Modell und Produktion.


Eröffnungsfeier am 6. 3. 2025

Das CD-Labor wurde am Nachmittag feierlich eröffnet. Im Rahmen der Veranstaltung fanden drei wissenschaftliche Vorträge zu unterschiedlichen Perspektiven in der Materialforschung statt. Dr. mont. Werner Fragner von der AMAG rolling GmbH, Priv.-Doz. Dr.-Ing. Verena Maier-Kiener, Gruppenleiterin „Materials Testing under Extreme Conditions" an der Montanuniversität Leoben, und Dr. Ghadir Razaz, Kooperationspartner des CD-Labors und Experte für Al-Batterien von der Mid Sweden University, teilten ihre Fachkenntnisse mit den Gästen.

Univ.-Prof. Dr. mont. Helmut Antrekowitsch, Vizerektor für Forschung und Nachhaltigkeit der Montanuniversität Leoben, ao. Univ.-Prof. DI Dr. Klaus Reichmann, Mitglied des Senats der Christian Doppler Forschungsgesellschaft, und Dr. mont. Werner Fragner, Leiter Unternehmenstechnologie der AMAG rolling GmbH, richteten einige Worte an die Anwesenden, bevor Dr. mont. Irmgard Weißensteiner, Leiterin des CD-Labors, die Kernforschungsgebiete kurz vorstellte.

Es war eine schöne Feier, die den feierlichen Anlass würdig unterstrich. Ein herzlicher Dank gilt allen Besuchern und Interessierten für ihre Teilnahme und ihr Interesse!