Rund 130 Vertreter*innen aller neun Universitäten der europäischen Universitätsallianz EURECA-PRO (European University on Responsible Consumption and Production) reisten für die jährliche Review Week ins spanische León. Die Montanuniversität Leoben war dabei mit einer 13-köpfigen Delegation vertreten, darunter auch Rektor Peter Moser und Vizerektor für Lehre und Internationales, Thomas Prohaska. Im Zentrum der Arbeitsgruppen stand die Weiterentwicklung der Allianz und das Erreichen der Ziele bis zum Ende der Projektphase im Dezember 2027. Gemeinsame Bildungsangebote wurden ebenso wie Forschungsprojekte, Kooperationen mit externen Stakeholdern oder die Weiterentwicklung gemeinsamer virtueller Infrastruktur diskutiert. Besonderes Augenmerk lag auf dem Engagement der Studierende, die ihre Perspektive durch das Student Council quer über alle Arbeitsgruppen hinweg einbringen.
Automatische Modulanerkennung für mehr Mobilität von Studierenden
Gleich zu Beginn der Review Week an der Universidad de León unterzeichneten die Rektor*innen der neun Partnerhochschulen eine für die Allianz richtungsweisende Vereinbarung: Mit der Unterzeichnung der automatischen Modulanerkennung setzt EURECA-PRO einen wichtigen Schritt in Richtung einer Mobilitätsquote von 50 % bzw. 60.000 Studierenden, die in dieser Projektphase erreicht werden soll. Der neue Rahmen stellt sicher, dass an allen neun Partnerhochschulen erworbene Leistungspunkte automatisch anerkannt und an den Heimatstudiengängen der Studierenden angerechnet werden. Dadurch baut die EURECA-PRO administrative Hürden ab und ermöglicht reibungsloses Studieren in ganz Europa.
Aufbauend auf Initiativen, die in der ersten Projektphase etabliert wurden – darunter ein gemeinsamer Rahmen für die Notenumrechnung oder standardisierte Vorlagen für Modulbeschreibungen –, ist die automatische Anerkennung von Modulen der nächste logische Schritt für die Allianz. Damit wird die akademische Zusammenarbeit in der Allianz gestärkt und die Teilnahme von Studierenden an den internationalen Bildungsangeboten von EURECA-PRO erhöht.
Die neue Vereinbarung verpflichtet alle neun Partnerhochschulen dazu, Bildungsmodule von EURECA-PRO zumindest als freie Wahlfächer anzuerkennen. Darüber hinaus werden auch die EURECA-PRO Introductory Lecture und der EURECA-PRO Passport nach Möglichkeit in die Studiengänge integriert. Auf diese Weise baut EURECA-PRO weiter an einer integrierten europäischen Universität, in der sich Studierende frei bewegen, leichter internationale Erfahrungen sammeln und ihre akademischen Leistungen über Ländergrenzen hinweg anerkennen lassen können.
Jutta Emes, Rektorin der TU Bergakademie Freiberg (TU BAF), betont, welche große Bedeutung der Abbau von Hindernissen für Studierende, die Lernangebote innerhalb der Allianz nutzen möchten, hat: „Als Hochschulen haben wir das Privileg, mit jungen Menschen zusammenzuarbeiten, die die Führungskräfte von morgen und die künftigen Expert*innen für SDG 12 – Responsible Consumption and Production – sind. Daher ist es unerlässlich, dass Studierende, die sich mit diesem äußerst wichtigen Thema beschäftigen, durch ein nahtloses Studienerlebnis innerhalb Europas unterstützt werden.“
Anna Chrobok, Vorsitzende des Education Councilvon EURECA-PRO und Teil der Schlesischen Technischen Universität (SUT), hebt die Bedeutung der Vereinbarung sowohl für Studierende als auch für die gesamte europäische Hochschullandschaft hervor: „Die Unterzeichnung des Abkommens zur automatischen Modulanerkennung ist ein bedeutender Meilenstein für unsere Allianz und für die europäische Hochschullandschaft. Diese neue Regelung stellt sicher, dass die Leistungen der Studierenden an allen Partnerhochschulen und an ihren Heimatuniversitäten anerkannt werden, was eine reibungslosere Mobilität und einen besseren akademischen Fortschritt für die Studierenden ermöglicht.“



