Innovationsmotor Montanuniversität Leoben

Spitzenwerte bei Patenten und industrieller Verwertung: Die Montanuniversität Leoben festigt ihre Rolle als eine der führenden Innovationsschmieden Österreichs. Laut der aktuellen Analyse des Österreichischen Patentamts „Wissen schafft Perspektiven“ (Ausgabe 4, 2025) zählt die Universität zu den treibenden Kräften im heimischen Innovationssystem – mit herausragender Performance bei Patentanmeldungen und deren industrieller Verwertung.

Starke Patentbilanz – und Nummer 1 bei Patentanzahl (pro Kopf)

  • In der Patentstatistik des Europäischen Patentamts (Zeitraum 2000–2024) entfallen 223 von insgesamt 4.179 Patent- und Gebrauchsmusteranmeldungen aller 22 österreichischen Universitäten auf die Montanuniversität Leoben – das entspricht rund 5,3%. Damit erreicht die Universität Rang 7 im Gesamtranking.
  • Im Verhältnis zur Zahl der wissenschaftlich Beschäftigten liegt die Montanuniversität Leoben an der Spitze und belegt den ersten Platz.

Rektor Peter Moser: „Die im Vergleich relativ hohe Zahl von Patentanmeldungen unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterstreicht eindrucksvoll die Forschungsstärke und Innovationskraft der Montanuniversität.“

Spezialisierung als strategischer Vorteil

Die Montanuniversität fokussiert auf zukunftsweisende Forschungsfelder mit internationalem Anwendungspotenzial. Im Zentrum stehen direkt industriell nutzbare Lösungen für aktuelle Herausforderungen – von Prozessoptimierungen über nachhaltigere Technologien bis hin zur Reduzierung von Energieverbrauch und Umweltauswirkungen.

Von der Forschung direkt in die Praxis

Ein wesentliches Merkmal der Innovationsleistung ist die enge Zusammenarbeit mit Industriepartnern. Zahlreiche Erfindungen aus kooperativen Forschungsprojekten werden unmittelbar von den jeweiligen Unternehmen patentiert. Diese Schutzrechte sind in der genannten Statistik nicht erfasst, belegen aber die unmittelbare industrielle Relevanz der Forschungsergebnisse.

Spin-offs als Erfolgsgeschichten

Spin-offs der Montanuniversität demonstrieren die erfolgreiche Überführung wissenschaftlicher Erkenntnisse in marktfähige Anwendungen, unter anderem in den Bereichen:

  • Industrielle Abwasserreinigung
  • Aufbereitung von Recycling-Kunststoffen
  • Additive Fertigung biokompatibler Produkte (z. B. kieferorthopädische Anwendungen)

Neue Projekte und vielversprechende Entwicklungen: 

Allein in den vergangenen drei Jahren wurden 32 vielversprechende Erfindungen mit insgesamt 91 Patentanmeldungen eingereicht. Dazu gehören u. a.:

  • Ein spezieller Gasreaktor
  • Sensorbasierte Tragrollen
  • Eine Schmelztrennanlage für Polymere
  • Ein neuartiges Material für hygienische, biozide Beschichtungen

Professionelles Innovationsmanagement als Schlüssel

Das Forschungs- und Innovationsservice der Montanuniversität spielt eine zentrale Rolle bei Identifikation, Verwaltung und Kommerzialisierung von Erfindungen und Schutzrechten. Es unterstützt Forschende bei Vermarktungsstrategien sowie bei der Einwerbung von F&E-Finanzierungen – sowohl über öffentliche Förderprogramme als auch über Kooperationen mit Unternehmen.

Rektor Peter Moser fasst zusammen: „Die Montanuniversität Leoben zeigt eindrucksvoll, wie wissenschaftliche Exzellenz durch ein professionelles IP-Management in wirtschaftlichen Erfolg übersetzt wird. Die beeindruckenden Zahlen der vergangenen Jahre belegen, dass unsere Universität nicht nur ein Zentrum für Spitzenforschung ist, sondern auch ein bedeutender Innovationsmotor für die heimische und europäische Wirtschaft.“

Weitere Informationen
Dipl.-Ing. Gerhard Stelzer
Forschungs- und Innovationsservice
Mail: gerhard.stelzer(at)unileoben.ac.at
Tel.: 03842 402 8406

Foto: © MUL/Tauderer

Foto: © MUL/Tauderer

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