MINT-Nachwuchs im Fokus bei Treffen an der Montanuni

Das Sounding Board des Aktionsplans „MI(N)Tmachen“ traf sich in Leoben, um die Herausforderun-gen am Übergang von der Schule zur Hochschule zu adressieren. Die Montanuniversität Leoben zeigt als Vorreiterin, wie moderne Studienkonzepte junge MINT-Talente begeistern.

Wie gelingt der Übergang vom Klassenzimmer in den MINT-Hörsaal? Diese kritische Schnittstelle zwischen der Sekundarstufe II und der Tertiärbildung stand im Zentrum der jüngsten Sitzung des Sounding Boards zum Aktionsplan „MI(N)Tmachen“. Am vergangenen Dienstag, 02.06.2026, versammelten sich dafür Expertinnen und Experten aus den Ministerien für Frauen, Wissenschaft und Forschung und Bildung, dem Schul-, Hochschul- und außerschulischen Bereich sowie von Interessensvertretungen an der Montanuniversität Leoben (MUL).

Der Aktionsplan „MI(N)Tmachen“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF) und des Bundesministeriums für Bildung (BMB). Das klare Ziel: junge Menschen – und insbesondere junge Frauen – nachhaltig für MINT-Karrieren (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu begeistern und den Innovationsstandort Österreich langfristig zu stärken. 

„Wir müssen Barrieren abbauen und gerade jungen Frauen zeigen, dass ihnen gerade in der IT und Technik alle Türen offenstehen“, betont Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung Eva-Maria Holzleitner. „Durch die gezielte Förderung an den Schnittstellen unserer Bildungskette sichern wir den Verbleib von mehr Frauen in der MINT-Bildung und damit die Innovationskraft unseres Landes.“ 

Bundesminister für Bildung Christoph Wiederkehr unterstreicht: „Der Übergang von der Schule zum Studium ist einer der wichtigsten im Leben eines Menschen, denn hier entscheidet sich für Interessierte der weitere Verlauf ihrer Karrieren. ​​Daher setzen wir genau in diesem Bereich bewusst Schwerpunkte, insbesondere was die​ MINT Fächer betrifft. ​Die Montauniversität Leoben ist hier eine enorm wichtige Partnerin neue Studierende für diese so wichtigen Fächer zu gewinnen.“

Gelebte Kooperation entlang der gesamten Bildungskette

Das Sounding Board begleitet den MINT-Aktionsplan der beiden Ministerien als strategisches Gremium. Es bündelt das Know-how wichtiger Stakeholderinnen und Stakeholder entlang der gesamten Bildungskette, gibt der Verwaltung praxisnahe Impulse mit und teilt erfolgreiche „Beispiele guter Praxis.“ So stellt das Gremium sicher, dass die Policy-Maßnahmen genau dort ankommen, wo sie gebraucht werden: bei den MINT-Talenten und Fachkräften von morgen.

Die Montanuniversität Leoben als starke Partnerin

Die Wahl des Tagungsortes war kein Zufall, denn die MUL nimmt im Bereich der Gestaltung des Übergangs zwischen Schule und Hochschule eine Vorreiterinnenrolle ein. Als ein Herzstück der MINT-Region Obersteiermark vernetzt sich die Universität eng mit Schulen, der Wirtschaft und der Privaten Pädagogischen Hochschule Augustinum, um Schülerinnen und Schüler z.B. durch ein Lehr-Lern-Labor vor Ort für MINT zu begeistern. Im Rahmen des Meetings präsentierte die Universität ihre maßgeschneiderten und breit angelegten Initiativen für einen erfolgreichen Studienstart. 

  • Frühzeitige Begeisterung: z. B. durch Schulkooperationen und mehrtägige „CampDays“.
  • Flexibler Einstieg & moderne Inhalte: durch ein vereinheitlichtes erstes MINT-Studienjahr und den Fokus auf Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit.
  • Starke Begleitung: durch Onboarding-Formate zur Senkung der Drop-out-Quoten.

„Die Montanuniversität freut sich, Gastgeberin des MINT-Sounding Boards zu sein. Der Übergang von der Oberstufe an die Hochschule ist eine besonders wichtige Entscheidungsphase, die wir mit gezielten Maßnahmen unterstützen: Informations- und Orientierungsangebote geben gute Einblicke in Studium und Forschung, ebenso wie spezifische Brückenkurse. Auch im Onboarding begleiten wir unsere neuen Studierenden umfassend, etwa durch Welcome-Formate, Mentoring und Peer Teaching, damit der Start ins Studium bestmöglich gelingt“, so das Statement von Vizerektorin Christina Holweg der Montanuniversität Leoben

Das Treffen in Leoben hat einmal mehr verdeutlicht: Der Schlüssel zur Bewältigung des Fachkräftebedarfs liegt in gut abgestimmten Übergängen im Bildungssystem. Mit dem Aktionsplan „MI(N)Tmachen“ stellen die beiden Ministerien gemeinsam mit starken Partnerinnen aus dem Sounding Bord wie der Montanuniversität Leoben die Weichen für die technologische Zukunft des Landes.

Gruppenfoto der Teilnehmenden des Mint-Sounding Boards

Gruppenfoto der Teilnehmenden des Mint-Sounding Boards. Foto: © MUL/Schnehen.

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