Siemens Österreich und die Montanuni starten Kooperation

Die Montanuniversität Leoben und die Siemens AG Österreich vertiefen ihre Zusammenarbeit in der Ausbildung zukünftiger Fachkräfte für die digitale Industrie. Ziel der Kooperation ist es, Studierenden in den Studienrichtungen Maschinenbau, Industrial Data Science und Industrielogistik praxisrelevante Automatisierungskompetenzen am Stand der Technik zu vermitteln.

Vor dem Hintergrund einer zunehmend vernetzten und automatisierten Produktion wächst der Bedarf an Absolventinnen und Absolventen, die moderne Automatisierungslösungen eigenständig entwerfen, aufbauen und in Betrieb nehmen können. Die Montanuniversität Leoben adressiert diesen Bedarf mit einer praxisnahen Lehre, die durch die neue Zusammenarbeit mit Siemens Österreich gezielt gestärkt wird.

Unterstützung durch Siemens Österreich

Im Mittelpunkt steht die Lehrveranstaltung „Automatisierungstechnik“ mit den dazugehörigen Laborübungen am Lehrstuhl für Automation und Messtechnik. Hier erwerben Studierende die relevanten und auch in der Praxis umsetzbaren Kompetenzen in Automatisierungstechnik und Digitalisierung für das industrielle Umfeld. Siemens Österreich unterstützt diese Ausbildung durch die kostenlose Bereitstellung hochwertigster Automatisierungslösungen, in Form von speicherprogrammierbaren Steuerungen der Baureihe SIMATIC S7-1500 mit den zugehörigen Softwarepaketen im TIA Portal, die die durchgängige Projektierung von der Steuerungsprogrammierung und Visualisierung bis zur Umsetzung und Erprobung in der Anwendung ermöglicht. Die Ausstattung kommt direkt als integraler Bestandteil der Automatisierungstechnik-Lehrveranstaltungen zum Einsatz und schafft damit einen unmittelbaren Praxisbezug. Die Bereitstellung der Siemens-Technik ist ein weiterer Baustein in einer bereits bestehenden strategischen Kooperation zwischen Siemens und der Montanuniversität Leoben.  

„Die Förderung von Digitalisierungskompetenzen ist für Siemens essenziell, denn sie sind der Schlüssel, um mit dem rasanten technologischen Wandel Schritt zu halten. Mit dieser Kooperation investieren wir in die Zukunft des Industriestandorts Österreich und ermöglichen Studierenden, praxisnah zu lernen – ein Mehrwert für die Ausbildung unserer Fachkräfte.“
Herbert Tanner, Leiter Siemens Graz und Klagenfurt

Lernen mit Praxisbezug

In betreuten Kleingruppen planen, realisieren und testen Studierende komplette Automatisierungssysteme. Zentrale Konzepte und Methoden werden nicht nur theoretisch vermittelt, sondern an realen Anlagen entwickelt, erprobt und gefestigt. Dadurch arbeiten die Studierenden mit Steuerungs- und Engineering-Technologien, die ihnen später auch in der Industrie begegnen, was die Transferfähigkeit der erlernten Kompetenzen in die berufliche Praxis maximiert. „Mit dem Einsatz top-aktueller industrieller Automatisierungslösungen in Lehrveranstaltung und Laborübungen schlagen wir die Brücke zwischen universitärer Ausbildung und industrieller Praxis im zukunftsrelevanten Bereich der Automation und Digitalisierung“, betont Prof. Thurner vom Lehrstuhl für Automation und Messtechnik. Für Siemens Österreich ist die Kooperation zugleich ein Beitrag zur Sicherung qualifizierten Nachwuchses und zur Stärkung des Industriestandorts Österreich.

Über den Lehrstuhl für Automation und Messtechnik

Der Lehrstuhl an der Montanuniversität Leoben befasst sich in Forschung und Lehre mit Methoden und Systemen der Automatisierung und Robotik sowie mit Sensorsystemen und Messtechnik. Er bildet Studierende für anspruchsvolle Aufgaben in einer zunehmend digitalisierten Industrie aus.

Weitere Informationen
Univ.-Prof. Dr. Thomas Thurner
Lehrstuhl für Automation und Messtechnik
E-Mail: thomas.thurner(at)unileoben.ac.az
Tel.: 03842 402 5300

v.l. Herbert Tanner (Siemens Österreich), Univ.-Prof. Dr. Thomas Thurner (Lehrstuhl für Automation und Messtechnik) und weitere Vertreter des Lehrstuhls. Credit: MUL/Tauderer

Fotocredit: MUL/Tauderer

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