Statement seitens der Montanuniversität Leoben

Die Montanuniversität Leoben bekennt sich klar und dauerhaft zu Wissenschaftsfreiheit, Demokratie, Menschenwürde, Internationalität und gegenseitigem Respekt. Diese Grundsätze prägen unverrückbar Forschung, Lehre und unser tägliches Miteinander. Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse und öffentlichen Aktivitäten der Burschenschaft Leder distanziert sich die Montanuniversität Leoben klar und unmissverständlich von den dort vertretenen Positionen und Aktivitäten erforderlich. Haltungen und Handlungen, die den Prinzipien einer offenen, pluralen und demokratischen Universität widersprechen, und keinen Platz an der Montanuniversität Leoben haben.

Die Montanuniversität Leoben setzt darüber hinaus weitere konkrete Maßnahmen: 

  • Um diese Werte zu schützen, werden wir alle rechtlichen und organisatorischen Möglichkeiten ausschöpfen.
  • Gemeinsam mit der ÖH Leoben stärken wir Prävention und Sensibilisierung gegen Extremismus, Diskriminierung und Intoleranz und setzen auf klare Sanktionen bei Verstößen.
  • Das Rektorat lässt nicht zu, dass berg- und hüttenmännisches Brauchtum, das Teil der Identität der Montanuniversität Leoben ist, ideologisch vereinnahmt und missbraucht wird. Seine Pflege erfolgt weiterhin im Geiste von Offenheit, Respekt und Zusammenhalt.

Kooperationen führt die Montanuniversität Leoben weiterhin mit jenen Vereinen, Verbindungen und Institutionen fort, die sich nachweislich und kontinuierlich zu unseren Werten bekennen. Gleichzeitig stellen wir eine institutionelle Distanz zu Akteuren sicher, die diesen Werten entgegenstehen. Vor diesem Hintergrund wird die Burschenschaft Leder auf den kommenden Veranstaltungen der Montanuniversität Leoben nicht mehr anwesend sein. 

Die Montanuniversität Leoben steht ein für ein sicheres, vielfältiges und wertschätzendes Umfeld für alle Mitglieder unserer Universität. Das von der Montanuniversität Leoben 2025 initiierte Projekt, das die wissenschaftlich fundierte Aufarbeitung der Jahre 1938–1945 und ihrer eigenen Rolle im Nationalsozialismus gemeinsam mit dem Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung beleuchtet, bekräftigt diese klare Haltung. 

Foto: © MUL/Tauderer

Foto: © MUL/Tauderer

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