Forschungsschwerpunkt: nachhaltige Flugkraftstoffe
Ein besonderer Fokus seiner wissenschaftlichen Arbeit liegt auf der experimentellen Entwicklung und Bewertung integrierter Prozessketten, die von der Rohstoffumwandlung bis zur Kraftstoffsynthese reichen. Als spezielle Forschungsplattform dient hierfür eine mehrstufige Pilotanlage, die gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen geplant wurde und seit März 2026 an der Montanuniversität Leoben in Betrieb ist. Die Anlage ermöglicht die Untersuchung und Optimierung der gesamten Prozesskette unter realistischen Betriebsbedingungen.
Darüber hinaus befasst sich Markowitsch mit der Reaktor- und Prozessmodellierung sowie mit techno-ökonomischen und Nachhaltigkeitsbewertungen. Ziel ist es neue Technologien hinsichtlich ihrer technischen Machbarkeit, wirtschaftlichen Rentabilität und Umweltauswirkungen zu bewerten. Ein weiterer wichtiger Aspekt seiner Forschung ist die Anwendung von Methoden des maschinellen Lernens in der Verfahrenstechnik, insbesondere für die datengestützte Prozessanalyse, Modellierung und Optimierung zukünftiger nachhaltiger Produktionsprozesse in Form von digitalen Zwillingen (Digital Twins).
Zur Person
Christoph Markowitsch absolvierte sein Bachelor- und Masterstudium in Verfahrenstechnik an der Technischen Universität Wien. Zusätzlich schloss er 2022 ein Studium als Wirtschaftsingenieur an der FH Mittweida ab. Nach seiner Promotion im Jahr 2024, in deren Rahmen er sich mit der experimentellen Entwicklung und Untersuchung der Reverse-Water-Gas-Shift-Reaktion (rWGS) beschäftigte, war er von 2024 bis 2026 als Postdoktorand am Lehrstuhl für Verfahrenstechnik des Industriellen Umweltschutzes tätig. Seit Mai 2026 hat er dort die Position eines Assistenzprofessors inne.
Internationale Forschungserfahrung sammelte Markowitsch zudem 2023 bei einem Forschungsaufenthalt an der University of Wisconsin–Madison in der Arbeitsgruppe von Prof. George W. Huber. Dort untersuchte er Prozesse von Guerbet-Katalysatoren zur Herstellung langkettiger Alkohole, die als Zwischenprodukt für die nachhaltige Treibstoffherstellung dienen.
Ein bedeutender Meilenstein seiner bisherigen Forschungsarbeit ist die Entwicklung einer SAF-Forschungsanlage im Pilotmaßstab an der Montanuniversität Leoben. Die Anlage ermöglicht eine mehrstufige heterogene katalytische Umwandlung mit Zufuhrraten von bis zu 750 Gramm pro Stunde.
Kontakt
Ass. Prof. Dipl.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Dr. mont. Christoph Markowitsch
Lehrstuhl für Verfahrenstechnik des industriellen Umweltschutzes
Tel.: +43 3842 402 – 5003
E-Mail: christoph.markowitsch(at)unileoben.ac.at



