LS für Struktur- und Funktionskeramik doppelt ausgezeichnet

Gleich zwei Preise für beste Präsentationen bei der „19th European Inter-Regional Conference on Ceramics“ (CIEC 19) gehen an den Lehrstuhl für Struktur- und Funktionskeramik der Montanuniversität Leoben.

Die Konferenz findet alle zwei Jahre statt und verbindet dabei Wissenschaftler*innen aus verschiedenen europäischen Regionen, die sich im Bereich Keramik, Gläser und Hartmetall beschäftigen. Anlässlich der Konferenz kamen 57 Teilnehmer aus acht europäischen Ländern an die Montanuniversität Leoben, wo in zehn Sessions 37 Präsentationen sowie 7 Poster präsentiert wurden.

Die Preise aus dem Best-Presentation-Contest wurden mithilfe einer internationalen Fachjury ermittelt, wobei von den Juroren nicht für die eigene Forschungsgruppe gestimmt werden durfte. Die Preise wurden von der Österreichischen keramischen Gesellschaft (AuCerS) zur Verfügung gestellt.

Den 2. Platz konnte Dipl.-Ing. Tobias Prötsch vom Lehrstuhl für Struktur und Funktionskeramik der Montanuniversität Leoben erlangen, der die Fachjury mit seinem Vortrag „Rapid sintering of layered ceramic multi-materials“ begeistern konnte. Im Rahmen seiner Dissertation kombiniert der Wissenschaftler verschiedene keramische Materialien innerhalb eines Bauteils, um vorteilhafte Eigenspannungen zu erzeugen, die die Schadenstoleranz und Verlässlichkeit keramischer Komponenten erhöhen können. Werden diese keramischen Multimaterialien mit einem neuartigen Sinterverfahren mit hohen Heizraten gesintert, können die mechanischen Eigenschaften weiter verbessert werden, wie Prötsch zeigte.

Ebenfalls vom Lehrstuhl für Struktur- und Funktionskeramik ist Dipl.-Ing. Maximilian Munz, der für seinen Vortrag „Fracture toughness of silicon nitride measured on curved surfaces“ mit dem 3. Preis ausgezeichnet wurde. In seiner Forschung befasst sich Munz mit keramischen Lagerkugeln für Wälzlager. Die standardisierten Methoden zur Bestimmung der Bruchzähigkeit dieser Komponenten ignorieren die gekrümmte Kugeloberfläche, die im Betrieb den höchsten Spannungen ausgesetzt ist. Die gezielte Kerbeinbringung in die gekrümmten Oberflächen mittels Femtosekunden Laser ermöglicht die Bestimmung der Bruchzähigkeit direkt an der kritischen Stelle keramischer Lagerkugeln.

Dipl.-Ing. Tobias Prötsch. Foto: ©MUL/ISFK

Dipl.-Ing. Tobias Prötsch. Foto: ©MUL/ISFK

Dipl.-Ing. Maximilian Munz. Foto: ©MUL/ISFK

Dipl.-Ing. Maximilian Munz. Foto: ©MUL/ISFK

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