Die Live-Demonstration erfolgte in Zusammenarbeit der Montanuniversität Leoben mit der Altstoff Recycling Austria AG (ARA) und Nespresso. Vor Ort konnten Besucher*innen mitverfolgen, wie die Kapseln zunächst in einem mobilen Ofen geschmolzen und im Anschluss zu einem Münzrohling gegossen wurden. Aus diesem Rohling konnten Interessierte anschließend ihren eigenen Magneten für Zuhause prägen.
Beim demonstrierten Recyclingprozess wird aus gebrauchten Kaffeekapseln sauberes Aluminium gewonnen – frei von organischen Rückständen. Denn der vergleichsweise hohe Gehalt an Kaffeesud im Vergleich zum Verpackungsmaterial sowie der Lack an der Oberfläche der Kapsel, führen beim Einschmelzen zu ökonomischen sowie prozesstechnischen Einschränkungen. Die Herausforderung besteht darin, diese Bestandteile voneinander zu trennen und damit ein effizientes Recycling zu gewährleisten. Der Aufbereitungsprozess der Forscher*innen vom Lehrstuhl für Nichteisenmetallurgie löst dieses Problem durch eine geeignete thermische Behandlung unter Luftausschluss bzw. Pyrolyse und anschließendes Umschmelzen.
Ziel des Projektes ist es, im Sinne des Circular-Engineering-Ansatzes der Montanuniversität den Materialkreislauf zu schließen. Denn im weiteren Verlauf sollen die Aluminiumfolien wiederum zu Kaffeekapseln verarbeitet werden, womit ein Closed-Loop-Recycling der Kaffeekapseln, beziehungsweise ein Recycling im geschlossenen Kreislauf, möglich wäre.
Link zum ORF-Beitrag über die Aktion: https://on.orf.at/video/14315811/steiermark-heute-vom-18032026



