Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten aktuelle Entwicklungen, Methoden und Best Practices der Citizen Science und vertieften den Austausch über Kooperationen zwischen Universitäten, Forschungseinrichtungen, Schulen, Initiativen und der breiten Öffentlichkeit. Im Fokus standen insbesondere Qualitätssicherung, Ethik und Datenkompetenz in Citizen-Science-Projekten sowie Wege, wie partizipative Forschung Innovation, Bildung und regionale Entwicklung voranbringen kann.
„Die Österreichische Citizen-Science-Konferenz an der Montanuniversität Leoben hat eindrucksvoll gezeigt, wie kraftvoll die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Gesellschaft ist. Die vielfältigen Beiträge haben neue Wege eröffnet, Datenqualität und Ethik in partizipativer Forschung weiter zu stärken und zugleich Innovation, Bildung und regionale Entwicklung zu fördern. Mein Dank gilt allen Vortragenden, Citizen Scientists und Partnerinstitutionen sowie unseren Fördergebern – dem OeAD, dem Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung, dem Land Steiermark und der Stadt Leoben –, die diese Konferenz ermöglicht haben“, zieht Rektor Peter Moser Bilanz.
Zahlreiche Beiträge illustrierten die Bandbreite der Citizen Science in Österreich – von Umwelt- und Biodiversitätsprojekten über Technik- und Dateninitiativen bis hin zu Sozial- und Gesundheitswissenschaften. In interaktiven Formaten wurden praxisnahe Werkzeuge vorgestellt, die den Einstieg erleichtern, die Qualität der Datenerhebung erhöhen und die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Öffentlichkeit stärken. Networking-Sessions und thematische Tracks unterstützten die Vernetzung und die Entwicklung neuer Partnerschaften.
Offener Tag für die Bevölkerung
An den ersten beiden Tagen widmeten sich Expertinnen und Experten aktuellen Fragestellungen; der dritte Tag der Konferenz stand der Bevölkerung offen. Besucherinnen und Besucher konnten sich in Workshops, Vorträgen und sogenannten Forschungskiosken über Möglichkeiten der aktiven Beteiligung an aktuellen Forschungsprojekten informieren. Die Themen reichten von „Bodengesundheit im eigenen Garten prüfen“ über „Wildbienen im eigenen Garten fördern“ bis zu „Wie kann KI helfen, Krebs im Frühstadium zu erkennen?“. Das Angebot fand großen Zuspruch: Zahlreiche Interessierte kamen an die Montanuniversität, um aktiv ihre Umwelt mitzugestalten und zu verbessern.
Breite Unterstützung
„Citizen Science zeigt, was möglich ist, wenn Menschen Teil der Forschung werden. Wenn Bürgerinnen und Bürger mitforschen können, entsteht Vertrauen und Neugier. Auf der Citizen-Science-Konferenz an der Montanuniversität Leoben wurde deutlich, wie viel Energie und Engagement in Österreich steckt. Genau das wollen wir weiter stärken: Wissenschaft und Forschung, die offen ist, die zuhört und die alle mitnimmt. Mein großer Dank gilt allen Forschenden, Studierenden, Partnerinstitutionen und den vielen engagierten Menschen, die das möglich machen. Gemeinsam machen wir Wissenschaft und Forschung für alle zugänglich, wirksam und stark für die Zukunft“, betont Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner.
„Gerade in Zeiten, in denen wissenschaftliche Erkenntnisse zunehmend im Kreuzfeuer der Kritik stehen, ist es entscheidend, die Bedeutung von Wissenschaft für unsere Gesellschaft klar aufzuzeigen. Sie schafft die Grundlage für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität – und letztlich profitiert jede und jeder von den Leistungen unserer engagierten Forscherinnen und Forscher, sei es in den Bereichen Gesundheit, Umwelt, Technologie oder Bildung“, so Wissenschafts- und Forschungslandesrat Willibald Ehrenhöfer und betont weiters: „Die Österreichische Citizen-Science-Konferenz in Leoben bindet Bürgerinnen und Bürger aktiv in den Dialog ein und fördert dadurch Verständnis und Transparenz – ein wesentlicher Beitrag für mehr Vertrauen in die Wissenschaft. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die mit ihrem Einsatz diese Konferenz ermöglicht und ein starkes Zeichen für eine offene, qualitätsvolle und gesellschaftlich verankerte Forschung gesetzt haben.“
„Leoben steht seit jeher für Forschung und für den Mut, Neues gemeinsam zu denken. Dass die Citizen Science Konferenz heuer bei uns stattfindet, zeigt, wie zentral der Dialog zwischen Wissenschaft und Bevölkerung geworden ist. In Leoben bleibt Innovation nicht im Elfenbeinturm: Hier wird geforscht, ausprobiert und gemeinsam gestaltet. Genau dieses Miteinander macht unsere Stadt zu einem Ort, an dem Ideen wachsen und gesellschaftliche Herausforderungen mit Neugier, Kompetenz und Hausverstand angegangen werden. Es freut mich, dass wir zeigen können, wie lebendig und zugänglich Wissenschaft sein kann, wenn alle daran teilhaben“, so Bürgermeister der Stadt Leoben Kurt Wallner in seinem Statement.
Rückfragehinweis
Dr. Daniel Dörler und Dr. Florian Heigl
Mail: office(at)citizen-science.at




