Anfang Mai 2025 unterzeichneten das Österreichische Patentamt und TU Austria – die Allianz der technischen Universitäten Österreichs – ein Memorandum of Understanding, um ihrer langjährigen Zusammenarbeit einen gemeinsamen Rahmen zu geben und sie gezielt auszubauen. Das Ziel: Studierende und Forschende für den Schutz ihrer Ideen und Erfindungen zu sensibilisieren und den Technologietransfer in die Wirtschaft zu stärken. Die Bilanz nach einem Jahr fällt äußerst positiv aus: Die kostenlosen Services des Patentamts für Studierende wurden 2025 so oft in Anspruch genommen wie noch nie, mehrere Pilotprojekte konnten erfolgreich abgeschlossen werden – und der Kreis der kooperierenden Universitäten ist bereits gewachsen.
Technische Unis mit starken Patentzahlen
Unter dem Dach von TU Austria haben sich die Technische Universität Wien, die Technische Universität Graz und die Montanuniversität Leoben zusammengeschlossen. Seit Herbst 2025 gehören auch die Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), die Technisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der JKU Linz und die Fakultät für Technische Wissenschaften der Universität Innsbruck als assoziierte Mitglieder dazu. Gemeinsam stehen die TU Austria-Universitäten für 46 Patentanmeldungen im Jahr 2025 und für insgesamt 2.679 Anmeldungen seit dem Jahr 2000 – sie sind also ein bedeutender Faktor in der heimischen Innovationslandschaft.
„Diese Partnerschaft mit dem Österreichischen Patentamt verkürzt den Weg von der Idee zum Schutzrecht und stärkt das Bewusstsein für geistiges Eigentum früh. Das ist mehr als ein Signal für Innovation – es ist konkreter Mehrwert für unsere Studierenden, unsere Forschenden und vor allem die österreichische Wirtschaft“, kommentiert Jens Schneider, Präsident der TU Austria und Rektor der TU Wien.
Stefan Harasek, Präsident des Österreichischen Patentamts: „Wer schon im Studium mit dem Thema Patentschutz in Kontakt kommt, hat einen entscheidenden Vorsprung. Deshalb ist die Zusammenarbeit mit TU Austria für uns mehr als eine Kooperation – sie ist eine Investition in die Innovatorinnen und Innovatoren von morgen.“
Highlights aus dem ersten Jahr
Im Rahmen der Kooperation brachte das Österreichische Patentamt das Thema geistiges Eigentum dorthin, wo die Innovatorinnen und Innovatoren von morgen sind: etwa zur Karrieremesse Teconomy oder dem TU Austria Innovationsmarathon. Ein Highlight war auch das Pilotprojekt Technologiefeldrecherche: Gemeinsam mit der TU Wien und dem Europäischen Patentamt (EPA) wurde untersucht, wie Patentrecherchen neue Forschungspfade aufzeigen können. Das Projekt wird 2026 weitergeführt.
Besonders stark nachgefragt war das Service IP Buddy des Österreichischen Patentamts: Das Service, das Studierenden kostenlos und niederschwellig erste Beratung zu Fragen rund um geistiges Eigentum bietet, verzeichnete 2025 eine Steigerung von 66 % gegenüber dem Vorjahr.
Von der Idee zum Schutzrecht – schon im Studium
Die Kooperation soll im Jahr 2026 noch weiter vertieft werden: Die Pilotprojekte für neue und verbesserte Services gehen weiter und Expertinnen und Experten des Österreichischen Patentamts werden noch regelmäßiger als Gäste in Workshops und Vorlesungen von technischen Universitäten zu erleben sein – um das Thema geistiges Eigentum noch tiefer im Studienalltag zu verankern.

