23.06.2003

Industrielogistik als Regularstudium

Österreichweit einzigartige Studienmöglichkeit wird ab Herbst als Bakkalaureats- und Magisterstudium angeboten.

Mit dem Studium der Industrielogistik wird man ab dem kommenden Studienjahr an der Montanuniversität Leoben eine österreichweit einzigartige Ausbildungsmöglichkeit als Regularstudium absolvieren können. Auf dem Bakkalaureatsabschluss nach sieben Semestern kann ein dreisemestriges Magisterstudium aufgebaut werden.

Industrielogistik - ein interdisziplinäres Fachgebiet 

Die Industrielogistik dient der Bedarfsplanung und -deckung von Material und begleitenden Informationen in der Wertschöpfungskette industrieller Güter von den Lieferanten durch das Produktionsunternehmen hindurch bis hin zu den Kunden. Die Beschäftigung mit der betrieblichen Logistik und deren betriebliche Umsetzung führt daher neben betriebswirtschaftlichen auch zu ingenieurwissenschaftlichen, volkswirtschaftlichen und verkehrswissenschaftlichen Fragestellungen. 

Schlagwort Flexibilität 

Der Studienplan des Bakkalaureatsstudiums "Industrielogistik" beinhaltet eine wissenschaftliche und qualifizierte Ausbildung für den Einstieg ins Berufsleben, der die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden erfordert. Will man sich jedoch mit wissenschaftlichen Problemlösungen und mit der Einführung in die theoretische Betrachtung der Probleme auseinandersetzen, besteht die Möglichkeit sich im anschließenden Magisterstudium die dafür notwendige Kompetenz anzueignen. "Der Vorteil dieses zweigliedrigen Studiums liegt auf der Hand", so Dipl.-Ing.Schwarz, Universitätsassistent am Institut für Wirtschafts- und Betriebswissenschaften, "mit dem siebensemestrigen Bakkalaureatsstudium kann schneller ein berufsqualifizierender Abschluss erreicht werden, wer sich wissenschaftlich vertiefen oder spezialisieren will, kann dies im Magisterstudium tun". 

Bedarf nach Praktikern und Wissenschaftlern 

Mit diesen beiden Ausbildungsangeboten will man den Bedarf an rund 1500 Experten mit universitärer Ausbildung innerhalb der nächsten fünf Jahre abdecken, um der Forderung der Industrie nach qualifiziertem Nachwuchs im Logistikbereich nachzukommen, damit diese wettbewerbsfähig bleiben kann. "Die Qualifikationen beinhalten Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz, wobei besonderes Augenmerk auf das Vermitteln von Sozialkompetenz gelegt wird, da ein Logistiker innerhalb seines vielschichtigen Arbeitsgebiets sein Umfeld von seinen Ideen überzeugen und sie dann auch umsetzen muss", ergänzt Schwarz. 

Schnittstelle zwischen Technik und Ökonomie 

"Wir wollen uns mit dieser Ausbildung an der Schnittstelle zwischen Technik und Ökonomie positionieren und damit eine "Spezialdisziplin" mit technischer Ausrichtung und betriebswirtschaftlichen Inhalten anbieten", meint Schwarz, "so unterscheiden wir uns nicht nur vom Angebot anderer Universitäten, sondern diese Schnittstelle entspricht auch dem interdisziplinären Charakter der Logistik und damit dem Bedarf der Industrie".

Nähere Informationen: 

Dipl.-Ing. Johannes Schwarz, Institut für Wirtschafts- und Betriebswissenschaften, Montanuniversität Leoben, Tel. 03842/402-374, E-mail: johannes.schwarz@wbw.unileoben.ac.at 
oder Margit Keshmiri, Büro für Öffentlichkeitsarbeit, Montanuniversität Leoben, 
Tel. 03842/402-9005, E-mail: margit.keshmiri@notes.unileoben.ac.at